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Thomas Arzbach (links) wird in Zukunft die Farben der SG 2000 Mülheim-Kärlich tragen. Der 1. Vorsitzende Bernd Müller freut sich auf die Zusammenarbeit.

Thomas Arzbach wird Trainer – Michael Wall macht als spielender Co-Trainer weiter. 

Die Geschichte der SG 2000 ist sowieso eine besondere. Erst recht in den vergangenen drei Monaten. Ende August schied Michel Maur auf eigenen Wunsch aus dem Traineramt aus. Ab dem 5. Spieltag fungierte Torwart und Kapitän Michael Wall als Spielertrainer. Der derzeit verletzte Akteur Christian Wiersch assistierte ihm und lenkte vor allem während der Spiele die Geschicke von Außen. Die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg, sorgte im Pokal für Furore und steht zurzeit an der Tabellenspitze der Rheinlandliga. „Warum nicht so laufen lassen? Diese Frage wird uns oft gestellt und wir haben diese Option auch geprüft. Dabei haben unsere beiden Interimstrainer jederzeit und immer wieder betont, dass ihnen der Aufwand zu hoch ist und sie sich beide aufs Spielen konzentrieren möchten“, erklärt der 1. Vorsitzende Bernd Müller die Situation „und so hieß unsere Aufgabe einen Trainer zu finden, der unseren Vorstellungen entspricht.“

Der Vorstand des Verbandsligisten sondierte Markt und Möglichkeiten und fand im Westerwälder Thomas Arzbach einen Mann, der sich in mehreren Gesprächen, auch mit den Führungsspielern der Mannschaft und den Interimstrainern als Wunschkandidat entpuppte.

„Wir wollen einen Trainer“, spricht Michael Wall für das Team, „und gemeinsam mit Thomas Arzbach wollen wir im neuen Jahr an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen.“ Dabei wird der Kapitän ab Beginn der Vorbereitung Mitte Januar als Co-Trainer fungieren und Christian Wiersch will endlich wieder zurück auf den Platz und Tore erzielen. „Die Beiden sind für mich natürlich wichtige Ansprechpartner, denn sie kennen Verein und Team bestens“, verrät der B-Schein Inhaber, der eine gefühlte Ewigkeit für Wirges und Hamm in der Oberliga Südwest aktiv war. Für die EGC Wirges auch als Trainer. Und diese Oberliga ist auch das Ziel der SG 2000. „Wenn der große Wurf diese Saison gelingen sollte, dann werden wir die Herausforderung gerne annehmen“, lässt Bernd Müller wissen, „aber wir machen uns keinen Druck.“

„Von einer einzigartigen Situation“, spricht der neue Trainer. „Es ist eher üblich ein Team zu übernehmen, das am Boden liegt. Hier finde ich einen intakten Verein mit einer intakten, erfolgreichen Einheit vor. Das sehe ich eher positiv, wenn es auch keine einfache Aufgabe wird, nun die Erwartungen zu erfüllen.“

Die Konstellation mit Arzbach als Chef- und Wall als Co-Trainer wurde erst einmal ab Januar bis zum Saisonende beschlossen. „Und dann schauen wir in Ruhe, wo unsere Reise hinführen wird“, klingt Bernd Müller zufrieden und zuversichtlich.

„Wir werden nach den beiden noch ausstehenden Spielen auch schon die Gespräche mit unseren vielen Leistungsträgern angehen“, blickt er gelassen in die Zukunft, die der Verein mit seinen vielen Eigengewächsen begehen wird, egal in welcher Liga.