spannendes Spiel endet 0:0

Rheinlandliga 9. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – TuS Mayen 0:0

Tore: Fehlanzeige

 

Aufstellung SG:

Auswechselungen

86. Ouro-Djeri für Mahmud

90. Schmidt für Mintgen

 

Spielbericht RZ:

SG Mülheim-Kärlich zeigt gegen TuS Mayen ihr „wahres Gesicht“

Die Tore fehlten im Derby der Fußball-Rheinlandliga zwischen der SG 2000 Mülheim-Kärlich und TuS Mayen. Dennoch war auf keiner der beiden Seiten übermäßiger Ärger oder Frust zu verspüren, hatten doch beide Teams die vorangegangenen Pokalaufgaben zu verarbeiten.

Da waren die Mayener, die zwei Tage zuvor beim 6:4 in Wittlich ins Elfmeterschießen mussten, um das Achtelfinale zu erreichen, was auch gelang. „Da hat man heute schon die Knochen gespürt“, gab Verteidiger Tim Schneider zu: „Am Ende hat uns die Spritzigkeit gefehlt.“

Dennoch gelang es, zu null zu spielen und vorn Nadelstiche zu setzen. Die Mülheim-Kärlicher zeigten nach dem Pokal-Aus in Oberwesel (1:3) eine deutliche Steigerung, wobei sich Trainer Michel Maur darin bestätigt sah, dass er seiner Mannschaft mit vielen jungen Akteuren einzelne Rückschläge einfach nachsehen muss.

Verteidiger Christoph Fritsch und Linksaußen Christoph Rönz nannte Maur beispielhaft. „Beide spielen ihre erste Saison bei den Senioren, Fadou Ouro-Djeri seine zweite“, erklärte der Trainer. Letztgenannter wurde erst spät eingewechselt, die beiden Erstgenannten trugen mit starker Leistung zum Punktgewinn bei.

Fritsch agierte in der Abwehr konzentriert und zweikampfstark, Rönz sorgte mit einigen klugen Zuspielen immer wieder für Gefahr. Vor allem, als sein Steilpass in der 83. Minute den unermüdlich rackernden Daniel Aretz erreichte. Der aber scheiterte Sekunden später an TuS-Torwart Kevin Michel. „Das Chancenverhältnis war klar auf unserer Seite“, betonte Maur: „Wenn ich die Einstellung der Spieler sehe, die vorige Woche und am Dienstag im Pokal verloren haben, kann ich vor allem festhalten, dass wir die Mayener vor Probleme gestellt haben, auf die sie keine Lösung gefunden haben.“

Und wenn es doch Momente gab, in denen die Zuschauer das Gefühl hatten, dass da doch etwas mehr ging, so war dies damit zu begründen, dass auch der Gegner Qualität auf den Platz brachte. Daniel Aretz allein stand mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens, sei es als potenzieller Vorbereiter oder als verhinderter Vollstrecker – etwa als er nach Flanke Jan Henrichs über das Tor schoss (27.) oder als TuS-Keeper Michel mit einer Glanzparade seine Farben vorm Rückstand bewahrte (78.). In dieselbe Kerbe wie Maur schlug Mülheim-Kärlichs Kapitän Patrick Birkner: „Kämpferisch haben wir heute unser wahres Gesicht gezeigt.“

Derweil endete die Serie von Mayens Pascal Steinmetz, der zuvor in jedem Meisterschaftsspiel getroffen hatte. „Auch er hat am Mittwoch 120 Minuten gerackert, da werden die Beine irgendwann schwer, das muss man ihm nachsehen“, erklärte Mayens Trainer Sebastian Thielen: „Fußballerisch war das Magerkost von uns, aber mit einem Auswärtspunkt muss man auch mal zufrieden sein.“

Es hatte allerdings nur wenig gefehlt, um in Führung zu gehen: Schneider war auf links mit nach vorn gegangen, sein Diagonalpass erreichte Lukas Mey, doch Michael Wall parierte (31). Sinnbildlich war in Durchgang zwei in der 70. Minute ein Angriff, über die rechte Seite von Sebastian Fischer vorgetragen, als die Mayener die Kugel ganze drei Mal nach hinten spielten, da keine weitere Anspielstation an vorderster Front da war und niemand aus zweiter Reihe nachrückte.

Viel Zeit zum Regenerieren bleibt beiden Teams nicht: Die Mayener hatten auf Anfrage aus Neitersen zugesagt, das Auswärtsspiel vom elften Spieltag auf Mittwoch (20 Uhr) vorzuziehen. Mülheim-Kärlich hat derweil mit dem Auswärtsspiel in Eisbachtal am Freitagabend und dem darauf folgenden Heimspiel gegen Ahrweiler die nächsten dicken Brocken zu bewältigen