Niederlagenserie nimmt kein Ende

17. Spieltag

SG 99 Andernach – SG 2000 Mülheim-Kärlich 2:1 (2:0)

1:0 Jörn Heider (8.)

2:0 Hakan Külahcioglu (14.)

2:1 Patrick Aretz (90.)

 

Aufstellung SG:

Auswechselungen

26. Bolz für Görges

60. Runkel für Weinand

65. P. Aretz für D. Aretz

 

Link zum Spielbericht

https://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-maenner-fussballverband-rheinland/regionalsport-fussball-maenner-rheinlandliga_artikel,-andernach-gibt-der-sg-muelheim-einen-korb-_arid,1729929.html

Andernach gibt der SG Mülheim einen Korb

Zum Hinrundenabschluss der Fußball-Rheinlandliga setzte sich die SG 99 Andernach im Derby gegen Nachbar SG 2000 Mülheim-Kärlich mit 2:1 (2:0) durch. Durch die vierte Niederlage in Folge reißt der Kontakt zur Spitze für die Gäste immer mehr ab. „Das Tor ist wie vernagelt“, haderte Trainer Patrick Wagner-Galda, während sich sein Gegenüber Franz Kowalski nach wechselhafter erster Saisonhälfte über den positiven Abschluss und die Punktausbeute freute: Bei 26 Punkten steht man nun – diese Marke hatte man in der Vorsaison erst am 21. Spieltag erreicht. Hier macht sich der Mülheimer Ersatztorhüter Patrick Bolz ganz lang, am Ende setzte sich aber die SG 99 Andernach durch. Foto: Andreas Walz

Hier macht sich der Mülheimer Ersatztorhüter Patrick Bolz ganz lang, am Ende setzte sich aber die SG 99 Andernach durch.
Foto: Andreas Walz

Die Weichen hatte Andernach nach weniger als einer Viertelstunde gestellt. Den Anfang machte Jörn Heider, dessen Geschoss genau saß, nachdem mehrere Versuche der SG 2000, den Ball herauszuschlagen, misslangen (2.). Dann der große Auftritt von Hakan Külahcioglu, der nach Zuspiel von Jan Hawel Gegenspieler Christian Scheu alt aussehen ließ und ins kurze Eck traf (13.). „Da sind zu viele Fehler passiert. Es ist zu einfach, gegen uns Tore zu schießen“, haderte Wagner-Galda. Es kam noch dicker für die Gäste: Keeper Kay Görges, der bei Treffer Nummer zwei unglücklich aussah, verletzte sich an der Schulter und konnte nicht weitermachen. Die ausgekugelte Schulter konnten die Rettungssanitäter wieder richten, nicht auszuschließen ist jedoch, dass auch Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Für Görges kam Patrick Bolz, der vor der Pause noch vereinzelte Gelegenheiten bekam, warm zu werden. Auf der anderen Seite sorgte vor allem Jeremy Heyer für Gefahr, doch nachdem es bei ihm im Oktober wie am Schnürchen lief, wartet auch er seit vier Meisterschaftsspielen auf ein Tor.

„Wir waren aggressiv und haben attackiert“, unterstrich Kowalski, „haben es aber versäumt, für klare Verhältnisse zu sorgen.“ Es klingelte zwar doch ein drittes Mal im Kasten der Gäste: Ein Distanzsschuss von Patrick Schmitz sprang von der Latte zurück, Maximilian Hilt staubte ab (54.), doch Referee Christian Fritzen gab den Treffer nicht, er hatte Hilt im Abseits gesehen. Nicht so Sascha Windschers an der Linie: „Der Assistent hat auf Tor erkannt“, wartete Kowalski jedoch vergebens darauf, dass sich Fritzen dem anschloss, und auch eine Beratung der beiden Unparteiischen sollte an der Entscheidung nichts ändern. Es wäre ein Fall für den Video-Schiedsrichter gewesen, doch die Einführung dürfte in absehbarer Zeit nicht einmal in Erwägung gezogen werden trotz solcher Vorkommnisse. Auch dieses nicht gegebene Tor ließ die Gäste noch mal hoffen, doch jede Menge Ballbesitz und zahlreiche Torchancen erbrachten nichts Zählbares. „Bis zum letzten Drittel haben wir es sehr gut gemacht, da kann ich keinem einen Vorwurf machen. Andernach hingegen war sehr effizient“, so Wagner-Galda.

Bezeichnend war eine Szene aus der 86. Minute, als Gerrit Wißfeld eine Flanke von links aus einer Entfernung von maximal zwei Metern in die dritte Etage bugsierte. Drei Minuten Nachspielzeit waren gerade angezeigt, da landete ein Verlegenheitsschuss von Patrick Aretz dann doch im Netz. Bei diesem Anschlusstreffer blieb es jedoch. Ferner bei der Erkenntnis, dass die SG 99 es immer wieder schafft, sich auch gegen höher gehandelte Teams durchzusetzen, und dass die Mülheim-Kärlicher vor der Winterpause immerhin noch vier Begegnungen auszutragen haben, in denen die aktuelle kleine Negativspirale durchbrochen werden soll.