Last Minute Wahnsinn gegen Mayen

Rheinlandliga 28. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – TuS Mayen 3:2 (1:0)

1:0 Daniel Aretz (14.)

1:1 Pascal Steinmetz (51.)

1:2 Niklas Weis (80.)

2:2 Patrick Birkner (90.+3)

3:2 Patrick Birkner (90.+5)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

73. Weinand für Kuhn

87. P. Aretz für Scheu

 

Link zum Spielbericht

https://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-maenner-fussballverband-rheinland/regionalsport-fussball-maenner-rheinlandliga_artikel,-birkner-laesst-muelheim-jubeln-_arid,1799485.html

Birkner lässt Mülheim jubeln

Dank einer fulminanten Schlussphase hat sich die SG Mülheim-Kärlich gegen den TuS Mayen mit 3:2 (1:0) durchgesetzt. Dadurch setzten sich die Mülheim-Kärlicher von den bis dato punktgleichen Eifelern ab, überholten zudem die SG 99 Andernach und setzten sich in der Fußball-Rheinlandliga hinter dem Spitzenduo Emmelshausen/Eisbachtal auf den dritten Platz. Derweil verbleibt der TuS Mayen auf dem fünften Platz.

Im Hinspiel führte Mayen zur Pause damals mit 1:0 und verlor am Ende deutlich mit 1:5, weil sich Mülheim-Kärlich nach enorm steigerte. Diesmal führte Mülheim-Kärlich zur Pause mit 1:0, und Mayen steigerte sich im zweiten Durchgang erheblich. Aber der Sieger hieß wieder Mülheim-Kärlich – weil sich die Mannschaft von Trainer Patrick Wagner-Galda vehement gegen die drohende Heimniederlage stemmte und den 1:2-Rückstand mit zwei Toren in der Nachspielzeit drehte.

Die circa 170 Zuschauer erlebten ein packendes Derby mit hohem Unterhaltungswert; und einen Start ganz nach dem Geschmack der Hausherren. Es waren gerade mal 14 Minuten gespielt, als Daniel Aretz über links frei vor Mayens Torwart Marcel Behr auftauchte. Aretz blieb ruhig, schaute, was der Torhüter machte, und schob die Kugel überlegt ins lange Eck zur Mülheimer 1:0-Führung ein. Das war gleichzeitig der Höhepunkt der ersten Halbzeit, die Teams neutralisierten sich nämlich, Torraumszenen waren auf beiden Seiten ansonsten so gut wie keine mehr vorhanden.

Dies wurde nach Wiederanpfiff vom gut leitenden Schiedsrichter Pascal Lichtenthäler völlig anders. Mayen hatte sich in der Pause offensichtlich einiges vorgenommen und setzte die SG enorm unter Druck. Es waren vier Minuten im zweiten Durchgang absolviert, da hatte Niklas Weis den Ausgleich auf dem Fuß, aber Mülheims reaktionsschneller Torhüter Daniel Hüneke verhinderte mit einer glänzenden Parade den möglichen Ausgleich. Zwei Minuten später war Hüneke jedoch machtlos, als sich Mayens Angreifer Pascal Steinmetz gekonnt im Strafraum der Platzherren durchsetzte und zum 1:1 (51.) einschoss.

Danach versäumten es die Mayener, aus ihrer Überlegenheit mehr zu machen. Die Vorteile, die sich die Mannschaft von Trainer Thomas Reuter erspielte, wurden nicht entscheidend genutzt. Die Gastgeber waren weitgehend mit Abwehraufgaben beschäftigt, und Offensivaktionen der Mülheimer fanden kaum noch statt. In der 80. Minute fanden die Gäste doch noch die Lücke in Mülheims Abwehr: Niklas Weis traf zum 2:1 für Mayen. Dies schien der Siegtreffer für die in der zweiten Hälfte dominierenden Gäste zu sein. Aber in der Schlussphase gingen die Mülheimer volles Risiko und wollten den Ausgleich unbedingt erzwingen. Abwehrspieler Patrick Birkner wurde in dieser Phase zum Spieler der Begegnung. Ihn hielt es nicht mehr hinten. In der dritten Minute der Nachspielzeit war es dann Birkner, der zum 2:2 einschoss. Doch die Partie war noch nicht zu Ende. Zwei Minuten später war Birkner nach einem Freistoß von Paul Lauer erneut zur Stelle und traf per Kopf zum 3:2 für Mülheim-Kärlich, unmittelbar danach ertönte der Schlusspfiff.

Die Gäste konnten es nicht so recht fassen, dass sie die Partie noch aus den Händen gegeben haben. „Wir hätten aus unserer Überlegenheit mehr machen müssen, aber unsere Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, teilweise fehlte es aber auch am entscheidenden letzten Pass“, sagte Mayens Trainer Thomas Reuter, während Wagner-Galda stolz war: „Unser Sieg war sicher etwas glücklich, aber dafür brauche ich mich nicht zu entschuldigen. Meine Mannschaft hat sich bravourös zurückgekämpft und einen unbändigen Willen gezeigt.“ wzi