Erste Mannschaft beweist Moral und dreht zweimaligen Rückstand

Rheinlandliga 16. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Malberg 3:2 (1:2)

0:1 Albert Kudrenko (9.)

1:1 Sebastian Mintgen (38.)

1:2 Nico Bähner (42.)

2:2 Bastian Bleeser (65. Eigentor)

3:2 Christoph Fritsch (83.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

72. Mahmud für P. Aretz

89. Weser für Mintgen

 

Spielbericht RZ

Mülheim-Kärlich wird am Ende belohnt

Fußball-Rheinlandligist SG 2000 Mülheim-Kärlich hat sich in einer temporeichen und meist attraktiven Partie mit 3:2 (1:2) gegen die SG Malberg/Rosenheim durchgesetzt. Zunächst verkündete Mülheims Stadionsprecher Konny Urmetzer, dass in der Anfangsformation der Mannschaft von Trainer Michel Maur nicht weniger als neun Spieler standen, die schon in der Jugend in Mülheim-Kärlich gespielt haben. „Wenn Jugendarbeit Sinn machen soll, muss man auch den Mut haben, auf die Eigengewächse zu setzen. Das machen wir mit der nötigen Konsequenz – und dazu ist unser Weg alternativlos“, sagt der Mülheim-Kärlicher Vorsitzende Bernd Müller.

 Mut wird belohnt: Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur setzte im Heimspiel gegen Malberg/Rosenheim auf seine Nachwuchskräfte. Die dankten für das Vertrauen, am Ende stand ein 3:2-Heimsieg zu Buche. Foto: Heil

Mut wird belohnt: Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur setzte im Heimspiel gegen Malberg/Rosenheim auf seine Nachwuchskräfte. Die dankten für das Vertrauen, am Ende stand ein 3:2-Heimsieg zu Buche.
Foto: Heil

Die Nachwuchskräfte enttäuschten ihn nicht und begannen so, wie sich Trainer Maur das vorgestellt hatte. Die Anfangsminuten standen ganz im Zeichen der Platzherren, die nach fünf Minuten schon zwei Eckbälle auf ihrem Konto hatten, die Partie ging deutlich in Richtung des Tores der SG Malberg. Ein Freistoß in der 6. Minute brachte dann allerdings die Gäste in Führung. Aus 35 Metern traf Albert Kudrenko die Unterkante der Latte, und von dort flog der Ball ins Gehäuse der Platzherren zur 1:0-Führung der Westerwälder.

Die erste gute Chance der Mülheimer hatte der agile Christoph Rönz in der 16. Minute, er scheiterte aber am sehr guten Malberger Torhüter Matthias Zeiler. 20 Minuten später hatte Kudrenko das 2:0 für die Gäste auf dem Fuß, verzog jedoch frei vor Mülheims Torwart Michael Wall. Nur zwei Minuten später fiel dann der Ausgleich für die Gastgeber. Einen Abpraller nahm der stark spielende Sebastian Mintgen direkt und erzielte das 1:1. Die Freude im Lager der Mülheimer hielt allerdings nur kurz, in der 42. Minute schalteten die Gäste blitzschnell um, und Nico Bähner brachte Malberg erneut in Führung. Mit der Malberger 2:1-Führung ging es auch in die Kabinen.

Nach der Pause erhöhte Mülheim-Kärlich den Druck, und die Gäste hatten ihre liebe Mühe, sich den permanenten Angriffen der Hausherren zu erwehren. Dabei zeichnete sich besonders Torhüter Matthias Zeiler aus, der seine Mannschaft in der 51. Minute vor dem Ausgleich bewahrte, indem er zweimal glänzend reagierte. In der 60. Minute traf Jan Henrich die Latte, und Daniel Dohmen schoss den Abpraller über das verwaiste Tor der Gäste. Malbergs Trainer Volker Heun sah die Probleme seiner Mannschaft und wechselte innerhalb von vier Minuten zweimal, aber ohne den gewünschten Erfolg. In der 65. Minute setzte sich Christoph Rönz auf der linken Seite durch, seine Hereingabe schoss der Malberger Bastian Bleeser zum 2:2 ins eigene Tor. Mit einem Unentschieden waren die Hausherren indes nicht zufrieden, sie berannten weiter das Tor der Gäste. In der 82. Spielminute wurden die Mülheimer Bemühungen belohnt. Nach einem Freistoß von Mintgen versammelten sich fast alle Akteure im Strafraum der Malberger. Die Gäste glaubten, eine Abseitssituation erkannt zu haben, der Assistent hob auch die Fahne, aber Schiedsrichter Christian Fritzen überstimmte ihn und ließ die Partie laufen. Dies nutzte der aufgerückte Mülheimer Abwehrspieler Christoph Fritsch zum 3:2-Siegtreffer. Malberg hatte in der Schlussphase keine Möglichkeit mehr, um wenigstens noch ein Remis zu erreichen. „Meine Mannschaft hat heute die von mir schon seit Wochen geforderte Leidenschaft und das Engagement gezeigt, das nötig ist, um ein solches Spiel zu gewinnen. Dann stellt sich auch das spielerische Vermögen ein“, zollte Maur seinem Team ein dickes Lob.

Als fairer Verlierer zeigte sich Malbergs Trainer Heun: „Mir hat nicht gefallen, wie das Siegtor zustande kam. Aber ich muss anerkennen, dass die Mülheimer verdient gewonnen haben. Sie hatten ein Chancenplus von 9:4.“ Nicht nur das, die Gastgeber erspielten sich auch ein klares Eckenverhältnis von 9:1, das zeigte schon, in welche Richtung die Partie lief. Maur: „Wenn wir es schaffen, so auf dem Linzer Kaiserberg am nächsten Wochenende aufzutreten, haben wir sicher die Möglichkeit, von dort etwas Zählbares mitzunehmen.“ red