Deutsches Eck-Cup: 6.000 EUR für Kinder

Auf Initiative von Musiker Django Reinhardt ließen sich alle 26 Teams nach der Vorrunde mit seinem Banner „Ich bin gegen Rassismus“ ablichten, um eine gemeinsames Zeichen zu setzen.

Die 8. Auflage des Betriebsfußballturniers in Mülheim-Kärlich war über weite Strecken des Tages eine feuchte Angelegenheit. „Dass der Regen keinen fern hielt und der guten Stimmung keinen Abbruch tat, spricht Bände“, freute sich Verbandspräsident Walter Desch im Rahmen der Siegerehrung über den erneut fairen und unterhaltsamen Verlauf dieses besonderen Turniers. Besonders ist das Turnier auch aufgrund des inklusiven Charakters. Mit Special Olympics Rheinland-Pfalz, der Caritas Koblenz, der Rhein-Mosel Werkstatt für behinderte Menschen und erstmals den St. Josefs Werkstätten aus Plaidt waren erneute vier inklusive Teams mit dabei. Für Bernd Müller, den Vorsitzenden der SG 2000, immer wieder ein Erlebnis: „Da dominiert einfach die Freude an diesem wunderbaren Sport, weil es nicht ums Gewinnen um jeden Preis geht.“ Auf vier Kleinspielfeldern wurden in sechs Gruppen 16 Achtelfinalisten ermittelt. „Das waren in der Mehrheit die üblichen Verdächtigen“, stellte Walter Desch fachmännisch fest. Zahlreiche Teams sind schon seit der ersten Auflage dabei, „das zeigt die Lust auf die gute Sache.“

Für Furore sorgte die Tennis- und Sportakademie Rheinland. Die Tennistrainerinnen und Trainer aus Mülheim-Kärlich schafften es bis ins Halbfinale. Die Kollegen vom Fußballverband Rheinland setzten sich dort aber mit 1:0 durch. Im anderen Semifinale trafen sich  mit der Debeka Versicherungen und der Bundeswehr gute Bekannte. Während die Versicherer bereits fünf Mal im Finale standen und dabei drei Mal gewinnen konnten, erreichte das Team der Regionalen Bundeswehr 2017 zum ersten Mal das Endspiel. Auf dem Weg dorthin gewannen Soldatinnen und Soldaten zwei 9m-Schießen. Und auch im Finale brachte die reguläre Spielzeit keine Entscheidung. Nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ führte Sascha Löcher im Tor die Truppe der Bundeswehr noch einmal zum Sieg vom Punkt.

„Es ist erfrischend zu sehen, dass es immer wieder andere, neue Sieger gibt“, freute sich der pensionierte Offizier Walter Desch, obwohl seine Angestellten vom Fußballverband den Titel nicht verteidigen konnten.

Zum guten Schluss präsentierten die beiden besten Teams gemeinsam mit dem Schirmherren den Spendenscheck für die Initiative Kinderglück der Lotto-Stiftung. „Diese Summe ist das i-Tüpfelchen“, sprach Walter Desch das aus, was alle Beteiligten als Eindruck mitnahmen. „Keine Verletzten, keine Enttäuschten – nur Sieger – der Deutsche Eck-Cup ist eine großartige Sache.“

Der Regen störte überhaupt nicht. Die Fritz-Walter-Wetter ist und bleibt für den Fußball gemacht – erst recht wenn es um den guten Zweck geht.