Bittere Niederlage gegen Koblenz

16. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – TuS Koblenz II 1:2 (0:0)

1:0 Ibis Renda (57.)

1:1 Emre Kaya (79.)

1:2 Lars Bohm (88.)

 

Aufstellung SG:

Auswechselungen

68. Weinand für Kuhn

83. Lazarevic für Renda

89. J. Lauer für D. Aretz

 

Link zum Spielbericht

https://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-maenner-fussballverband-rheinland/regionalsport-fussball-maenner-rheinlandliga_artikel,-tus-ii-faellt-lange-nichts-ein-und-schlaegt-dann-zweimal-zu-_arid,1726611.html

TuS II fällt lange nichts ein und schlägt dann zweimal zu

Das Derby in der Fußball-Rheinlandliga zwischen der SG Mülheim-Kärlich und der TuS Koblenz II hat alles gehalten, was von einem solchen Spitzenspiel erwartet wird: viel Kampf, hohes Tempo, große Spannung. Am Ende hatte die TuS-Reserve das Spiel nach 0:1-Rückstand gedreht und mit 2:1 (0:0) gewonnen.

Die ersten 45 Minuten waren ausgeglichen und sehr laufintensiv, beide Mannschaften waren darauf aus, keinen Fehler zu machen. Nur der Koblenzer Torhüter Philip Gelhard wackelte zweimal bedenklich und zeigte Unsicherheiten. Ansonsten waren Torraumszenen auf beiden Seiten Mangelware, und es schien sich die Prognose des Koblenzer Co-Trainers Marc Schraivogel zu bestätigen: „Über den Ausgang der Partie werden Kleinigkeiten entscheiden.“

Im zweiten Durchgang waren 54 Minuten gespielt, als Mülheims Mittelfeldspieler Ibis Renda auf der linken Seite in Richtung Tor lief und mit einem platzierten Schuss ins lange Eck das 1:0 der Gastgeber erzielte. Die Führung der SG war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. In der 65. Minute wurde der in Richtung Gästetor laufende Daniel Aretz von Aleksandar Naric im Strafraum gestoppt, nach Meinung der Gastgeber regelwidrig, und Mülheim forderte lautstark Strafstoß. Schiedsrichter Alexander Mürtz sah in der Aktion jedoch kein regelwidriges Verhalten: „Es gab zwar einen Kontakt, aber die Aktion von Naric schien mir für einen Elfmeter nicht ausreichend“, erklärte der Unparteiische.

Die heikle Szene war vielleicht die spielentscheidende Situation. Danach begann nämlich die beste Phase der Gäste, die Platzherren zogen sich weit zurück und versuchten mit verstärkter Defensivarbeit, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Die Koblenzer fanden vorerst kein Mittel, um die Defensive der Gastgeber zu knacken. Bis zur 78. Spielminute, als der Koblenzer Emre Kaya auf das Gehäuse der Platzherren zulief, nicht attackiert wurde und mit einem Schuss Marke Tor des Monats erzielte er, unhaltbar für Mülheims Torhüter Kai Görges, das 1:1.

Die Gastgeber wollten sich nicht mit der Punkteteilung abfinden und mobilisierten alle Kräfte, um die Partie noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fünf Minuten vor dem Abpfiff wäre es beinah zum Siegtreffer für die Mülheimer gekommen, einen Schuss von Abwehrspieler Daniel Dohmen beförderte TuS-Abwehrspieler Björn Böhnke im letzten Moment von der Linie und bewahrte damit seine Mannschaft vor der Niederlage. Im Gegenzug kam der eingewechselte Lars Bohm in Schussposition und nutzte die Chance zum umjubelten 2:1-Siegtreffer für die Schängel.

„Ein glücklicher Sieg für meine Mannschaft, die sich jedoch nicht mit der drohenden Niederlage abfinden wollte und alles daran setzte, in Mülheim-Kärlich zu gewinnen“, sagte der Koblenzer Trainer Dirk Laux, während Mülheims Co-Trainer Christian Kaes meinte: „Wir waren so nah dran, es tut mir für die Mannschaft leid, ich gebe jedoch nicht nur dem Schiedsrichter die Schuld, wir waren in zwei entscheidenden Situationen nicht energisch genug. Vor allem beim Ausgleich waren wir zu passiv und hätte rausrücken müssen, um Kaya am Torschuss zu hindern. Aber insgesamt war es eine gute Antwort auf die schwache Partie in Linz, aber die Mannschaft hat sich am Ende nicht für ihre Leistung belohnt.“ wzi