Erste Mannschaft beweist Moral und dreht zweimaligen Rückstand

Rheinlandliga 16. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Malberg 3:2 (1:2)

0:1 Albert Kudrenko (9.)

1:1 Sebastian Mintgen (38.)

1:2 Nico Bähner (42.)

2:2 Bastian Bleeser (65. Eigentor)

3:2 Christoph Fritsch (83.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

72. Mahmud für P. Aretz

89. Weser für Mintgen

 

Spielbericht RZ

Mülheim-Kärlich wird am Ende belohnt

Fußball-Rheinlandligist SG 2000 Mülheim-Kärlich hat sich in einer temporeichen und meist attraktiven Partie mit 3:2 (1:2) gegen die SG Malberg/Rosenheim durchgesetzt. Zunächst verkündete Mülheims Stadionsprecher Konny Urmetzer, dass in der Anfangsformation der Mannschaft von Trainer Michel Maur nicht weniger als neun Spieler standen, die schon in der Jugend in Mülheim-Kärlich gespielt haben. „Wenn Jugendarbeit Sinn machen soll, muss man auch den Mut haben, auf die Eigengewächse zu setzen. Das machen wir mit der nötigen Konsequenz – und dazu ist unser Weg alternativlos“, sagt der Mülheim-Kärlicher Vorsitzende Bernd Müller.

 Mut wird belohnt: Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur setzte im Heimspiel gegen Malberg/Rosenheim auf seine Nachwuchskräfte. Die dankten für das Vertrauen, am Ende stand ein 3:2-Heimsieg zu Buche. Foto: Heil

Mut wird belohnt: Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur setzte im Heimspiel gegen Malberg/Rosenheim auf seine Nachwuchskräfte. Die dankten für das Vertrauen, am Ende stand ein 3:2-Heimsieg zu Buche.
Foto: Heil

Die Nachwuchskräfte enttäuschten ihn nicht und begannen so, wie sich Trainer Maur das vorgestellt hatte. Die Anfangsminuten standen ganz im Zeichen der Platzherren, die nach fünf Minuten schon zwei Eckbälle auf ihrem Konto hatten, die Partie ging deutlich in Richtung des Tores der SG Malberg. Ein Freistoß in der 6. Minute brachte dann allerdings die Gäste in Führung. Aus 35 Metern traf Albert Kudrenko die Unterkante der Latte, und von dort flog der Ball ins Gehäuse der Platzherren zur 1:0-Führung der Westerwälder.

Die erste gute Chance der Mülheimer hatte der agile Christoph Rönz in der 16. Minute, er scheiterte aber am sehr guten Malberger Torhüter Matthias Zeiler. 20 Minuten später hatte Kudrenko das 2:0 für die Gäste auf dem Fuß, verzog jedoch frei vor Mülheims Torwart Michael Wall. Nur zwei Minuten später fiel dann der Ausgleich für die Gastgeber. Einen Abpraller nahm der stark spielende Sebastian Mintgen direkt und erzielte das 1:1. Die Freude im Lager der Mülheimer hielt allerdings nur kurz, in der 42. Minute schalteten die Gäste blitzschnell um, und Nico Bähner brachte Malberg erneut in Führung. Mit der Malberger 2:1-Führung ging es auch in die Kabinen.

Nach der Pause erhöhte Mülheim-Kärlich den Druck, und die Gäste hatten ihre liebe Mühe, sich den permanenten Angriffen der Hausherren zu erwehren. Dabei zeichnete sich besonders Torhüter Matthias Zeiler aus, der seine Mannschaft in der 51. Minute vor dem Ausgleich bewahrte, indem er zweimal glänzend reagierte. In der 60. Minute traf Jan Henrich die Latte, und Daniel Dohmen schoss den Abpraller über das verwaiste Tor der Gäste. Malbergs Trainer Volker Heun sah die Probleme seiner Mannschaft und wechselte innerhalb von vier Minuten zweimal, aber ohne den gewünschten Erfolg. In der 65. Minute setzte sich Christoph Rönz auf der linken Seite durch, seine Hereingabe schoss der Malberger Bastian Bleeser zum 2:2 ins eigene Tor. Mit einem Unentschieden waren die Hausherren indes nicht zufrieden, sie berannten weiter das Tor der Gäste. In der 82. Spielminute wurden die Mülheimer Bemühungen belohnt. Nach einem Freistoß von Mintgen versammelten sich fast alle Akteure im Strafraum der Malberger. Die Gäste glaubten, eine Abseitssituation erkannt zu haben, der Assistent hob auch die Fahne, aber Schiedsrichter Christian Fritzen überstimmte ihn und ließ die Partie laufen. Dies nutzte der aufgerückte Mülheimer Abwehrspieler Christoph Fritsch zum 3:2-Siegtreffer. Malberg hatte in der Schlussphase keine Möglichkeit mehr, um wenigstens noch ein Remis zu erreichen. „Meine Mannschaft hat heute die von mir schon seit Wochen geforderte Leidenschaft und das Engagement gezeigt, das nötig ist, um ein solches Spiel zu gewinnen. Dann stellt sich auch das spielerische Vermögen ein“, zollte Maur seinem Team ein dickes Lob.

Als fairer Verlierer zeigte sich Malbergs Trainer Heun: „Mir hat nicht gefallen, wie das Siegtor zustande kam. Aber ich muss anerkennen, dass die Mülheimer verdient gewonnen haben. Sie hatten ein Chancenplus von 9:4.“ Nicht nur das, die Gastgeber erspielten sich auch ein klares Eckenverhältnis von 9:1, das zeigte schon, in welche Richtung die Partie lief. Maur: „Wenn wir es schaffen, so auf dem Linzer Kaiserberg am nächsten Wochenende aufzutreten, haben wir sicher die Möglichkeit, von dort etwas Zählbares mitzunehmen.“ red

1. Mannschaft unterliegt dem Tabellenführer

Rheinlandliga 15. Spieltag

SV Morbach – SG 2000 Mülheim-Kärlich 2:0 (1:0)

1:0 Marius Marx (21.)

2:0 Sebastian Schell (52.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

41. Birkner für Lauer

61. Mahmud für Ouro-Djeri

81. P.Aretz für Fritsch

 

Spielbericht RZ:

SG verliert Spiel nach gutem Start

Der SV Morbach bleibt in der Fußball-Rheinlandliga weiter erfolgreich, das konnte gestern auch die SG Mülheim-Kärlich nicht verhindern. Die Mannschaft von Trainer Michel Maur verlor beim Tabellenführer mit 0:2 (0:1) – für Morbach war es der zwölfte Sieg im 15. Saisonspiel. Aber auch die Sportfreunde Eisbachtal schwächeln zurzeit nicht, die Westerwälder siegten mit 7:0 beim VfB Linz und stehen nur einen Punkt hinter Morbach auf dem zweiten Platz. Derweil sind die Mülheimer auf den zwölften Platz zurückgefallen.

Die Mülheim-Kärlicher hatten in Morbach einen guten Start und erspielten sich in der Anfangsphase zwei Chancen durch Christoph Rönz und Jonas Lauer. Aber mit zunehmender Spieldauer bekam Morbach die Partie unter Kontrolle und ging in der 21. Minute mit 1:0 in Führung. Torschütze war Marius Marx, das war gleichzeitig auch der Pausenstand.

Im zweiten Durchgang waren sieben Minuten gespielt, als Sebastian Schell auf 2:0 erhöhte. „Wir haben danach alles probiert, aber wir waren nicht durchschlagskräftig genug. Was mich ärgert, ist, dass wir nach gutem Start die Partie total aus der Hand geben“, sagte Maur.

Sein Kollege auf Morbacher Seite, Thorsten Haubst, meinte: „Es war kein einfaches Spiel für meine Mannschaft. Mülheim-Kärlich hat uns vor allem in der ersten Halbzeit das Leben schwer gemacht, da hatten wir das nötige Glück, das man manchmal braucht, um an der Spitze zu bleiben.“ Sein Team sei aber, so Haubst, spielerisch einen Tick besser gewesen. Und: „Wir haben den Sieg letztlich mehr gewollt.“ wzi

Hier gehts zur Zusammenfassung im Video:

1. Mannschaft setzt den Lucky Punch

Rheinlandliga 14. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Neitersen 2:1 (0:0)

1:0 Tobias Berger (50. Eigentor)

1:1 Johannes Kühne (69. Foulelfmeter)

2:1 Christoph Rönz (88.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

54. D. Aretz für Mahmud

71. Fritsch für Lauer

82. Dohmen für Schmidt

 

Spielbericht RZ:

Maurs Taktik geht für Mülheim auf

Die vor der Saison vorgenommene Blutauffrischung bei Fußball-Rheinlandligist SG 2000 Mülheim-Kärlich trägt Früchte: Mit dem 2:1 (0:0)-Heimsieg über die SG Neitersen/Altenkirchen erreichte die SG das Tabellenmittelfeld. „Es fehlt aber noch die Beständigkeit“, mahnte Trainer Michel Maur.

 SG-Trainer Michel Maur

SG-Trainer Michel Maur
Foto: Wolfgang Heil

Umso wichtiger, dass er Figuren in seiner Mannschaft hat, an denen sich die Jungspunde aufrichten können. Sebastian Mintgen ist eine solche. Erst während der Saison von A-Ligist SG Niederburg hinzugestoßen, ist er „immens wichtig für uns“, betonte Maur. Gegen Neitersen überzeugte der Routinier in neuer Rolle. Agierte er bislang auf den offensiven Außenbahnen oder im Sturmzentrum, so zog er nun im zentralen Mittelfeld die Fäden. „Das war die Taktik, die sich der Trainer fürs heutige Spiel ausgedacht hat“, erklärte Mintgen – und die ging auf. „Er hat die Jungs prima in Szene gesetzt“, lobte Maur die Steilpässe und Flanken Mintgens. So auch Treffer Nummer 1, als er Fadou Ouri-Djeri ins Spiel brachte, dessen Pass in die Mitte von Tobias Berger zum 1:0 in die Maschen bugsiert wurde (50.). Da wollte Oudo-Djeris Pendant auf der linken Seite nicht nachstehen: Christoph Rönz sorgte mit seinem Sololauf und dem 2:1 (88.) für die Entscheidung. „Es macht Spaß mit den Jungs, sie sind heiß und gehen höchstes Tempo“, gab Mintgen das Lob prompt weiter an seine Mitspieler.

Dabei hatte der erste Durchgang noch wenig Erbauliches geboten, hier ließen beide Teams wenig zu, und wenn es gefährlich wurde, ging die Gefahr eher von Neitersen aus in Person von Marco Scholz (13., Weitschuss) und André Fischer (27., Kopfball). Mehrere Angriffe der Platzherren wurden durch die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten unterbunden. Nicht all diese Entscheidungen waren nachvollziehbar, einige Gelbe Karten wegen Reklamierens die Folge.

„Die zweite Halbzeit begann dann ganz unglücklich für uns“, haderte Neitersens gelb-rot-gesperrter Spielertrainer Lukas Haubrich mit dem 0:1. Doch nach dem Eigentor legten seine Akteure einen Zahn zu – und das trotz des nur zwei Tage zurückliegenden Verbandspokal-Achtelfinalspiels in Weitefeld, das man 3:1 gewonnen hatte, und obwohl Haubrich nur 13 Feldspieler zur Verfügung hatte, sodass kaum taktische Möglichkeiten bestanden.

Ein Zweikampf zwischen Jonas Lauer und Tobias Langemann führte schließlich zum Elfmeter, den Johannes Kühne – am Mittwoch noch Mittelstürmer und Doppeltorschütze, zwei Tage später Innenverteidiger – zum 1:1 verwandelte (69.). Das Foulspiel habe sich außerhalb des Sechzehners ereignet, so Maurs Ansicht. Hinzu kam, dass man durchaus früher für klare Verhältnisse hätte sorgen können, etwa durch den eingewechselten Daniel Aretz: Er scheiterte nach Zuspielen von Mintgen (63.) und Jan Henrich (76.) jeweils an Gästekeeper Constantin Redel.

Der Ärger über die ungenutzten Chancen war jedoch nach dem Treffer von Christoph Rönz, der erstmals in der Rheinlandliga mit seinem noch für die A-Jugend spielberechtigten Bruder Michael von Anfang an auf dem Feld stand, verraucht.

Die geringe Regenerationszeit seit dem Pokalspiel wollte Haubrich nicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten lassen. „Der Wille war uns jederzeit anzumerken, wir haben auch zum Schluss noch auf Sieg gespielt.“ Wie weit derweil die SG 2000 in ihrer Entwicklung ist, wird schon am Dienstagabend (20 Uhr) das Nachholspiel beim SV Windhagen zeigen.

Von unserem Mitarbeiter

Matthias Schlenger

1. Mannschaft tritt auf der Stelle

Rheinlandliga 12. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – FSV Trier Tarforst 1:1 (1:0)

1:0 Jan Henrich (15.)

1:1 Nicola Rigoni (73.)

 

Aufstellung SG

 

Auswechselungen

71. Schmidt für Mintgen

84. Kröber für Rönz

90. Weeser für Ouro-Djeri

 

Spielbericht RZ:

Jan Henrichs 1:0 reicht Mülheim nicht zum Sieg

Mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:0)-Unentschieden haben sich die Fußball-Rheinlandligisten SG Mülheim-Kärlich und FSV Trier-Tarforst am Mülheimer Schulsportzentrum getrennt. Die Gastgeber hatten in den ersten 45 Minuten die größeren Spielanteile und auch die Möglichkeiten, zum Torerfolg zu kommen. Bereits in der siebten Minute lief Christoph Rönz allein auf das Gästetor zu, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss, sodass ein Abwehrspieler der Tarforster klären konnte.

Auch in der Folge lagen die Chancen aufseiten der Gastgeber. In der 15. Minute war es dann so weit: Nach einer turbulenten Situation vor dem Tor des Tabellenfünften aus Trier kam die Kugel zu Jan Henrich – und der erzielte per Kopf die verdiente 1:0-Führung der Mannschaft von Trainer Michel Maur. „Wir haben die Tarforster vor der Pause vor Probleme gestellt und besaßen auch die besseren Möglichkeiten“, sagte Maur.

Nach der Pause wurde die Begegnung ausgeglichener, und in der 73. Spielminute kamen die Gäste zum 1:1-Ausgleich – und das ausgerechnet nach einer Ecke für Mülheim-Kärlich. Trier schaltete schnell um, konterte, und Nicola Rigoni traf für den FSV. Letztlich blieb es beim Remis. „Angesichts unserer personellen Misere müssen wir mit der Punkteteilung zufrieden sein“, lautete das Resümee des Mülheimer Trainers. wzi

1. Mannschaft bringt Führung wieder nicht über die Runden

Rheinlandliga 11. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – Ahrweiler BC 1:3 (0:0)

1:0 Daniel Dohmen (49.)

1:1 Jan Rieder (70.)

1:2 Almir Porca (84.)

1:3 Almir Porca (90.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

46. Mintgen für Kling

73. Fritsch für Henrich

80. Schmidt für Ouro-Djeri

 

Spielbericht RZ:

Mülheim-Kärlich kassiert späte Gegentore und verliert gegen den Ahrweiler BC

Aufsteiger Ahrweiler BC ist in der Fußball-Rheinlandliga wieder auf Kurs und bleibt durch einen 3:1 (0:0)-Sieg bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich Spitzenreiter Morbach auf den Fersen. Spät, aber nicht zu spät schlug der ABC zu und verlängerte dadurch die Serie der SG 2000, die nun wettbewerbsübergreifend seit fünf Spielen ohne Sieg ist.

 Hier greift Mülheim-Kärlichs Torhüter Michael Wall zu, Ahrweilers Torjäger Almir Porca (rechts) geht leer aus. Am Ende hatte Porca dann doch zwei Mal getroffen, Mülheim-Kärlich unterlag dem Ahrweiler BC mit 1:3. Foto: Didi Mühlen

Hier greift Mülheim-Kärlichs Torhüter Michael Wall zu, Ahrweilers Torjäger Almir Porca (rechts) geht leer aus. Am Ende hatte Porca dann doch zwei Mal getroffen, Mülheim-Kärlich unterlag dem Ahrweiler BC mit 1:3.
Foto: Didi Mühlen

„Gier und Wille haben uns heute gefehlt“, kritisierte Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur, der seine Akteure gegenüber den vorangegangenen Spielen gegen Mayen (0:0) und Eisbachtal (2:3) nur bedingt wiedererkannte: „Und dann ist wieder derselbe Film abgelaufen“, nahm die Partie tatsächlich dieselbe Wendung wie fünf Tage zuvor in Nentershausen: Auch dort war man trotz Führung am Ende leer ausgegangen. Umso glücklicher war naturgemäß ABC-Trainer Jonny Susa: „Es war eine schwere Geburt, zugleich aber die Reaktion, die ich sehen wollte“, hatte er die jüngste Heimniederlage gegen Trier-Tarforst noch im Hinterkopf.

Kaum personelle Möglichkeiten

Ein „Riesenkompliment“ zollte Susa seinem Team auch deshalb, weil die Liste der Ausfälle immer länger geworden war. „Ich hatte kaum personelle Möglichkeiten“, verwies er darauf, dass zwei Plätze auf der Bank frei geblieben waren, auf der drei A-Junioren, ein Zweitmannschaftsspieler und mit Ajdin Sukalic ein wiedergenesener Langzeitverletzter saßen. Dass zur Pause Stürmer Lukas Minwegen wegen einer Zerrung im linken Oberschenkel draußen bleiben musste, machte es dem Trainer nicht leichter. Auch Maur musste nach torloser erster Spielhälfte, in der die Hausherren anfangs mehr vom Spiel hatten, umstellen – eine Fersenverletzung bedeutete das Aus für Waldemar Kling. Doch der für ihn in die Partie gekommene Sebastian Mintgen bereitete kurz nach dem Seitenwechsel per Freistoß das 1:0 von Daniel Dohmen vor (49.). Mit Rückständen hatte es der ABC in den vergangenen Wochen schon öfter zu tun. „Einen Negativtrend wollten wir unbedingt vermeiden, mit einem Punkt wäre ich schon zufrieden gewesen“, gab Susa zu Protokoll. Etwas mehr als 20 Minuten gelang den Gästen wenig, während die SG 2000 alle Hände damit voll hatte, die Führung zu verteidigen. „Dann haben wir zwei Einladungen verteilt“, musste Maur mit ansehen, wie Ballverluste nach einem Abstoß und einem Einwurf den Gegentoren vorausgingen. Erst passte Sebastian Sonntag steil auf Jan Rieder, der das Spielgerät lässig über Michael Wall hinüberlöffelte (70.), kurz darauf bediente Rieder Torjäger Almir Porca, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und seine Farben in Führung schoss (84.). „Ich wusste, dass meine Chance noch kommen würde“, atmete der Torjäger erleichtert auf, der in der Schlussminute gar das 1:3 nachlegte.

„Wie schon gegen Eisbachtal hatten wir auch heute Möglichkeiten für ein zweites Tor“, ließ Maur einige ungenutzte Tormöglichkeiten gedanklich Revue passieren – darunter ein Kopfball von Majdi Mahmud, der danebenging (14.), oder ein satter Schuss Mintgens, der um Zentimeter am langen Pfosten vorbeistrich (75.). Die hohe individuelle Qualität des Gegners, in dessen Startelf mehr als die Hälfte schon Oberliga oder noch höher gespielt hat, wollte er nicht als Hauptursache für die Niederlage geltend machen. „Gegen Mayen und Eisbachtal haben wir ganz anders gegen den Ball gearbeitet, heute haben wir uns naiv verhalten.“

Susa sieht ein Quäntchen Glück

Hatte derweil Susa zwischenzeitlich den „lahmen Auftritt“ seiner Spieler lautstark moniert, so war er nach den späten Treffern schnell wieder versöhnlich gestimmt. „Man muss sich zwischendurch auch mal die Meinung sagen. Das Quäntchen Glück war heute auf unserer Seite, insgesamt ist der Sieg nicht unverdient und sehr viel wert für uns.“

3 Gegentore in 7 Minuten – 1. Mannschaft verspielt Sieg

Rheinlandliga 10. Spieltag

Sportfreunde Eisbachtal – SG 2000 Mülheim-Kärlich 3:2 (0:1)

0:1 Jan Henrich (4.)

1:1 Robin Stahlhofen (70.)

2:1 Jannik Ernet (75.)

3:1 Julius Duscherer (77.)

3:2 Majdi Mahmud (82.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

46. Mahmud für Mintgen

64. D. Aretz für Reinhardt

74. Kling für D. Aretz

 

Spielbericht RZ:

Eisbachtal dreht das Spiel in sieben Minuten – Sportfreunde haben viel Mühe beim 3:2 gegen starke SG Mülheim-Kärlich

„Ich denke, dass unser Sieg insgesamt verdient war, aber es war ein schweres Stück Arbeit“, atmete Trainer Marco Reifenscheidt tief durch, nachdem seine Eisbachtaler Sportfreunde das Rheinlandliga-Heimspiel gegen eine starke SG Mülheim-Kärlich nach einem 0:1-Pausenrückstand noch mit 3:2 gewonnen hatten.

Bei dieser Aktion in der ersten Hälfte blieb Steffen Meuer (helles Trikot) noch der Erfolg versagt, doch in Halbzeit zwei gelangen den Eisbachtalern gegen Mülheim-Kärlich drei Treffer in sieben Minuten.  Foto: Andreas Hergenhahn

Bei dieser Aktion in der ersten Hälfte blieb Steffen Meuer (helles Trikot) noch der Erfolg versagt, doch in Halbzeit zwei gelangen den Eisbachtalern gegen Mülheim-Kärlich drei Treffer in sieben Minuten.
Foto: Andreas Hergenhahn

Die Eisbachtaler begannen zwar recht schwungvoll, mussten aber schon in der 4. Minute eine eiskalte Dusche über sich ergehen lassen. Nach Sebastian Mintgens lang geschlagenem Freistoß zögerte Sportfreunde-Torwart Daniel Erbse, Jan Henrich kam an den Ball und netzte zur frühen Führung für die SG Mülheim-Kärlich ein.

Die Eisbachtaler drängten danach ihre Gegner in der schnellen Begegnung zwar in die eigene Hälfte, doch Marc Tautz (6.) verzog, Jannik Ernets abgefälschter Schuss strich knapp am Tor vorbei (15.) und Steffen Meuers Einzelaktion endete am Außennetz.

Die SG Mülheim-Kärlich war trotz dieser Eisbachtaler Halbchancen hinten sehr gut organisiert und setzte nach vorn immer wieder Nadelstiche. Nach einem Konter (24.) musste Erbse mit einer Glanztat das 0:2 verhindern, ebenso nach Andreas Hundhammers Fehler in der 40. Minute und nach einer Mülheimer Super-Kombination nach der Pause gleich nochmal (52.), jeweils gegen Fadou Ouro-Djeri. Auch der eingewechselte Majdi Mahmud schnupperte am 2:0 für die Gäste. „Da haben wir es wiederholt verpasst, den Sack zuzumachen, deshalb haben wir uns auch nicht für ein überragendes Spiel belohnt“, meinte Gästetrainer Michael Maur.

Tautz hatte nach Meuers Querpass in der 33. Minute die beste Eisbachtaler Ausgleichschance der ersten Hälfte, doch der Ball verfehlte knapp das Ziel. „In der ersten Hälfte hat uns die nötige Zielstrebigkeit gefehlt, nachdem wir gleich am Anfang gepennt hatten und ausgerechnet der längste Spieler des Gegners freistehend mit dem Fuß das 0:1 erzielen durfte“, hatte Reifenscheidt durchaus Schwächen in seinem Team gesehen.

Das aber behielt spielerisch die Ruhe, zudem zahlten sich die offensiven Wechsel aus. Robin Stahlhofen machte gleich in der 50. Minute auf sich aufmerksam, als er an Torwart Wall scheiterte. Der war aber in der 71. Minute machtlos, als Stahlhofens Kopfball zum 1:1 einschlug. Nun drehten die Eisbachtaler auf: Jannik Ernets trockener Schuss aus 18 Metern passte und brachte das 2:1 (76.), nur zwei Minuten später erhöhte der zweite „Joker“ Julius Duchscherer nach Vorarbeit von Lukas Reitz auf 3:1. Die Sportfreunde hatten die Partie innerhalb von sieben Minuten komplett gedreht.

Eine Unachtsamkeit in der Abwehr ermöglichte Majdi Mahmud in der 83. Minute das Anschlusstor zum 3:2-Endstand. Trotz der Niederlage war Michael Maur sehr zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft: „Angesichts unseres großen personellen Umbruchs sind wir absolut im Soll.“

spannendes Spiel endet 0:0

Rheinlandliga 9. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – TuS Mayen 0:0

Tore: Fehlanzeige

 

Aufstellung SG:

Auswechselungen

86. Ouro-Djeri für Mahmud

90. Schmidt für Mintgen

 

Spielbericht RZ:

SG Mülheim-Kärlich zeigt gegen TuS Mayen ihr „wahres Gesicht“

Die Tore fehlten im Derby der Fußball-Rheinlandliga zwischen der SG 2000 Mülheim-Kärlich und TuS Mayen. Dennoch war auf keiner der beiden Seiten übermäßiger Ärger oder Frust zu verspüren, hatten doch beide Teams die vorangegangenen Pokalaufgaben zu verarbeiten.

Da waren die Mayener, die zwei Tage zuvor beim 6:4 in Wittlich ins Elfmeterschießen mussten, um das Achtelfinale zu erreichen, was auch gelang. „Da hat man heute schon die Knochen gespürt“, gab Verteidiger Tim Schneider zu: „Am Ende hat uns die Spritzigkeit gefehlt.“

Dennoch gelang es, zu null zu spielen und vorn Nadelstiche zu setzen. Die Mülheim-Kärlicher zeigten nach dem Pokal-Aus in Oberwesel (1:3) eine deutliche Steigerung, wobei sich Trainer Michel Maur darin bestätigt sah, dass er seiner Mannschaft mit vielen jungen Akteuren einzelne Rückschläge einfach nachsehen muss.

Verteidiger Christoph Fritsch und Linksaußen Christoph Rönz nannte Maur beispielhaft. „Beide spielen ihre erste Saison bei den Senioren, Fadou Ouro-Djeri seine zweite“, erklärte der Trainer. Letztgenannter wurde erst spät eingewechselt, die beiden Erstgenannten trugen mit starker Leistung zum Punktgewinn bei.

Fritsch agierte in der Abwehr konzentriert und zweikampfstark, Rönz sorgte mit einigen klugen Zuspielen immer wieder für Gefahr. Vor allem, als sein Steilpass in der 83. Minute den unermüdlich rackernden Daniel Aretz erreichte. Der aber scheiterte Sekunden später an TuS-Torwart Kevin Michel. „Das Chancenverhältnis war klar auf unserer Seite“, betonte Maur: „Wenn ich die Einstellung der Spieler sehe, die vorige Woche und am Dienstag im Pokal verloren haben, kann ich vor allem festhalten, dass wir die Mayener vor Probleme gestellt haben, auf die sie keine Lösung gefunden haben.“

Und wenn es doch Momente gab, in denen die Zuschauer das Gefühl hatten, dass da doch etwas mehr ging, so war dies damit zu begründen, dass auch der Gegner Qualität auf den Platz brachte. Daniel Aretz allein stand mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens, sei es als potenzieller Vorbereiter oder als verhinderter Vollstrecker – etwa als er nach Flanke Jan Henrichs über das Tor schoss (27.) oder als TuS-Keeper Michel mit einer Glanzparade seine Farben vorm Rückstand bewahrte (78.). In dieselbe Kerbe wie Maur schlug Mülheim-Kärlichs Kapitän Patrick Birkner: „Kämpferisch haben wir heute unser wahres Gesicht gezeigt.“

Derweil endete die Serie von Mayens Pascal Steinmetz, der zuvor in jedem Meisterschaftsspiel getroffen hatte. „Auch er hat am Mittwoch 120 Minuten gerackert, da werden die Beine irgendwann schwer, das muss man ihm nachsehen“, erklärte Mayens Trainer Sebastian Thielen: „Fußballerisch war das Magerkost von uns, aber mit einem Auswärtspunkt muss man auch mal zufrieden sein.“

Es hatte allerdings nur wenig gefehlt, um in Führung zu gehen: Schneider war auf links mit nach vorn gegangen, sein Diagonalpass erreichte Lukas Mey, doch Michael Wall parierte (31). Sinnbildlich war in Durchgang zwei in der 70. Minute ein Angriff, über die rechte Seite von Sebastian Fischer vorgetragen, als die Mayener die Kugel ganze drei Mal nach hinten spielten, da keine weitere Anspielstation an vorderster Front da war und niemand aus zweiter Reihe nachrückte.

Viel Zeit zum Regenerieren bleibt beiden Teams nicht: Die Mayener hatten auf Anfrage aus Neitersen zugesagt, das Auswärtsspiel vom elften Spieltag auf Mittwoch (20 Uhr) vorzuziehen. Mülheim-Kärlich hat derweil mit dem Auswärtsspiel in Eisbachtal am Freitagabend und dem darauf folgenden Heimspiel gegen Ahrweiler die nächsten dicken Brocken zu bewältigen