3 Auswärtstore reichen nicht – 1. Mannschaft unterliegt Andernach

Rheinlandliga 24. Spieltag

SG 99 Andernach – SG 2000 Mülheim-Kärlich 4:3 (2:3)

1:0 Kadir Mete Begen (26. Handelfmeter)

1:1 Daniel Aretz (33.)

1:2 Daniel Aretz (34.)

2:2 Kim Kossmann (40.)

2:3 Daniel Aretz (45. + 1)

3:3 Jan Hawel (61.)

4:3 Jan Hawel (82.)

Aufstellung SG

Auswechselungen

46. Kling für Mahmud

59. Fritsch für M. Rönz

80. Kröber für D. Aretz

Spielbericht RZ

Andernach bezwingt Mülheim-Kärlich

Fußball-Rheinlandligist SG 99 Andernach hat mit dem 4:3 (2:3)-Heimsieg gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich Wiedergutmachung für die 2:5-Hinspielniederlage betrieben.

Hoch her ging es beim Derby zwischen der SG 99 Andernach (in Blau) und der SG 2000 Mülheim-Kärlich – hier im Kopfballduell der Andernacher Torschütze Jan Hawel gegen Mülheims Niclas Kuhn.  Foto: Andreas Walz

Hoch her ging es beim Derby zwischen der SG 99 Andernach (in Blau) und der SG 2000 Mülheim-Kärlich – hier im Kopfballduell der Andernacher Torschütze Jan Hawel gegen Mülheims Niclas Kuhn.
Foto: Andreas Walz

Das turbulente Derby hätte mehr als die spärliche Kulisse von 80 Zuschauern verdient gehabt. Es war eine Partie mit hohem Unterhaltungswert, und wie schon im Hinspiel fielen wieder sieben Tore. Hatten die Gäste zur Pause noch die Nase mit 3:2 vorn, setzten sich am Ende die Gastgeber verdient mit 4:3 durch.

Auf dem Andernacher Kunstrasen zeigten beide Mannschaften, dass sie gewillt waren, die Partie offensiv anzugehen. Schon in der ersten Minute hatten die Gastgeber die Chance zur Führung, aber auch die Gäste hätten eine Minute später das 1:0 erzielen können. Das Führungstor für die Bäckerjungen resultierte aus einem Handelfmeter in der 26. Minute. Diese Chance ließ sich Kadir Mete Begen nicht entgehen, er traf zur 1:0-Führung.

Einen Fehler von Andernachs Kapitän Kim Kossmann, der einen sicheren Ball leichtfertig vertändelte, nutzte Daniel Aretz (34.) zum 1:1-Ausgleich. Nur eine Minute später überwand Aretz den Andernacher Schlussmann Niklas Nett mit einem langen Ball ins hintere Dreieck zur Gästeführung. In der 41. Minute zeigte Kim Kossmann, dass seine Qualitäten eindeutig in der Offensive liegen. Nach einer Ecke kam der Ball zu Kim Kossmann, und der überwand den ausgezeichneten Gästetorhüter Michael Wall mit einem präzisen Treffer ins untere Eck zum 2:2. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff kombinierten sich die Mülheimer durch die Andernacher Abwehr, und wieder war es Daniel Aretz, der mit seinem dritten Tor die nicht unverdiente 3:2-Pausenführung erzielte.

Mit seinen drei Toren wurde Aretz zur prägenden Figur der ersten Hälfte, aber Matchwinner war Jan Hawel, der nach der Pause zwei Tore erzielte und Andernach den Sieg bescherte. Während die Mülheimer im zweiten Durchgang nachließen, konnten sich die Hausherren noch steigern, und der Sieg ging am Ende auch in Ordnung. Dabei zeigte Hawel, dass er nicht nur ein kopfballstarker und durchschlagskräftiger Angreifer ist, sondern auch über eine filigrane Technik verfügt. Der Andernacher erzielte erst per Kopf nach guter Vorarbeit von Daniel Kossmann in der 61. Minute den 3:3-Ausgleich. Acht Minuten vor dem Spielende traf er erneut zum 4:3-Endstand, als Hawel gekonnt die Mülheimer Abwehr düpierte und den Siegtreffer erzielte.

„Die Andernacher haben am Ende mehr investiert und deshalb auch verdient gewonnen. Nach guter erster Halbzeit war das nach der Pause zu wenig“, befand Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur. „Ich war nicht böse, dass Daniel Aretz in der Schlussphase ausgewechselt werden musste. Er ist ein Unterschiedsspieler und machte uns vor der Pause das Leben schwer. Aber am Ende war unser Sieg verdient“, meinte Andernachs Trainer Franz Kowalski, dessen Team durch den Sieg mit den Gästen nach Punkten gleichzog und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib machte. wzi


1. Mannschaft nur mit Unentschieden

Rheinlandliga 23. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SV Windhagen 0:0

Aufstellung SG



Auswechselungen

38. Kling für Mintgen

Spielbericht RZ

Mülheim ist in der Offensive zu harmlos


Einem 0:0 positive Aspekte abzugewinnen, kann mitunter schwierig sein. Nach dem Remis in der Fußball-Rheinlandliga zwischen der SG 2000 Mülheim-Kärlich und dem SV Windhagen tat sich Gästetrainer Jürgen Hülder dabei leichter als sein Gegenüber Michel Maur.

Hülder attestierte seiner Mannschaft ein über 90 Minuten intensiv geführtes Spiel. „In der Vorwoche gegen Ahrweiler waren wir noch neben der Spur. Die personellen Umstellungen fallen nicht ins Gewicht, wenn die Einstellung stimmt“, sagte Hülder. Als Schwungrad im offensiven Mittelfeld sorgte Pawel Klos immer wieder für Gefahr. „Er ist noch nicht ganz bei 100 Prozent, das Momentum hat noch gefehlt, aber er wird sich und uns noch belohnen“, ist sich Hülder sicher. Die wenigen Torchancen, die die Gäste sich erarbeiteten, blieben jedoch ungenutzt. So wurde Christopher Alt nach Pass von Klos zu weit abgedrängt (24.), ein Weitschuss von Adrian Glos wurde leichte Beute für SG-Keeper Michael Wall (26.).

Im zweiten Durchgang schoss Pehlivan knapp über das Tor (81.), kurz darauf rettete Jonas Lauer, als Adrian Glos nach Zuspiel Rahns zum Abschluss kam (88.). Scheiterten die Windhagener bei ihren Tormöglichkeiten zumeist an der gegnerischen Abwehr, so fehlte es den Gastgebern oft an der letzten Präzision. Etwa, als Majdi Mahmud für Fadou Ouro-Djeri quergelegt hatte, der aber einen Schritt zu spät kam (87.). Oder als zuvor Ouro-Djeri den eingewechselten Waldemar Kling – Sebastian Mintgen war wegen einer Wadenzerrung ausgeschieden – angespielt hatte, der aber im Abseits gestanden haben soll (64.). So blieb der Lattenkracher von Jonas Lauer die beste Tormöglichkeit der SG 2000. „Wäre der reingegangen, hätte man mich mit dem Lasso einfangen müssen“, ärgerte sich Lauer über die wenigen Zentimeter, die zum Glück gefehlt hatten. „Wir hatten uns mehr vorgenommen und hatten auch das Potenzial, das Spiel zu gewinnen, haben es aber nach gutem Auftakt aus der Hand gegeben“, so der kopfballstarke Innenverteidiger weiter.

Auch Maur hatte umstellen müssen: Den gelbgesperrten Daniel Aretz ersetzte Moritz Wolf, der im offensiven Mittelfeld auflief. In Salmrohr eine Woche zuvor hatte er sein Rheinlandligadebüt gefeiert. Maur: „Moritz hat eine Top-Vorbereitung gespielt und das heute durch seine Leistung bestätigt.“ Zugelassen hatte Mülheim-Kärlich nur wenig, die Defensive um Lauer und Daniel Dohmen im Zentrum stand sicher – im Derby bei der SG 99 Andernach (Sa., 16. März, 17.30 Uhr) sollte dann aber auch die Offensive besser funktionieren, wenn ein Dreier herausspringen soll.

Von unserem Mitarbeiter

Matthias Schlenger

1. Mannschaft startet mit Remis in Salmrohr

Rheinlandliga 22. Spieltag

FSV Salmrohr – SG 2000 Mülheim-Kärlich 1:1 (1:1)

0:1 Daniel Aretz (34.)

1:1 Gianluca Bohr (42.)

Aufstellung SG

Auswechselungen

77. Wolf für Kuhn

85. Kling für Mahmud

89. Reinhardt für Fritsch

Spielbericht Rz

Aretz trifft und fliegt bei Mülheimer Remis

Mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden, kehrte Fußball-Rheinlandligist SG Mülheim-Kärlich am Karnevalsamstag aus dem Salmtal zurück. Nachdem die Vorbereitung der Mülheimer in der Winterpause nicht optimal verlaufen war und ihm in Salmrohr einige Stammspieler fehlten, war Trainer Michel Maur mit dem Auftritt seiner Mannschaft und dem Punktgewinn einverstanden: „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, nach der Pause wurde es ein Abnutzungskampf, und das Ergebnis geht insgesamt auch in Ordnung“, befand Maur nach den neunzig Minuten.

Daniel Aretz schoss die Mülheimer in der ersten Halbzeit Salmrohr in Führung und sah kurz vor Schluss Gelb-Rot. Foto: Andreas Walz

Daniel Aretz schoss die Mülheimer in der ersten Halbzeit Salmrohr in Führung und sah kurz vor Schluss Gelb-Rot.
Foto: Andreas Walz

Dass die Mülheim-Kärlicher nicht an die Mosel reisten, um die Punkte abzuliefern untermauerten sie bereits in der vierten Spielminute, als Abwehrspieler Christoph Fritsch eine gute Chance verpasste, seine Farben in Führung zu bringen. Es dauerte bis zur 34. Minute, ehe Daniel Aretz die Gästeführung erzielte.

Drei Minuten vor dem Pausenpfiff gelang den Gastgebern durch Gianluca Bohr den 1:1 Ausgleich erzielen. Nach der Pause hatte jede der beiden Mannschaften noch die Möglichkeit zum Siegtreffer, aber es blieb schließlich beim 1:1. Daran änderte auch der Platzverweis von Daniel Aretz, der mit einer Gelb-Roten Karte in der Nachspielzeit, nichts mehr. wzi

post

Wintervorbereitung

Unsere 1. Mannschaft startet in die Wintervorbereitung

Hier die wichtigsten Termine im Überblick

24.01.19 – Trainingsstart

03.02.19 – Testspiel gegen SG Eich / Kell (Kreisliga A) – 7:0 (2:0)

06.02.19 – Testspiel gegen FV Engers (Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar) – 0:4 (0:1)

09.02.19 – Testspiel gegen SG Idar-Oberstein (Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar) – 0:3 (0:1)

16.02.19 – Testspiel gegen SG Ellingen (Bezirksliga Ost) – 3:1 (1:0)

22.02.19 – Testspiel gegen SG Hundsangen (Bezirksliga Ost) – 4:1 (0:1)

02.03.19 – Rheinlandliga 22. Spieltag beim FSV Salmrohr

1. Mannschaft mit erfolgreichem Jahresabschluss

Rheinlandliga 21. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Mendig Bell 3:1 (3:1)

1:0 Daniel Aretz (15.)

2:0 Christoph Rönz (21.)

2:1 Kodai Stalph (34.)

3:1 Christoph Rönz (44.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

55. Kuhn für Mahmud

83. Lauer für Fritsch

87. P. Aretz für Mintgen

 

Spielbericht RZ

Mülheimer zufrieden in die Pause

Dank einer famosen ersten Halbzeit setzte sich Fußball-Rheinlandligist SG Mülheim-Kärlich im letzten Spiel des Jahres mit 3:1 (3:1) gegen die SG Eintracht Mendig/Bell durch. Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen überwintert die Mannschaft von Trainer Michel Maurund in der vorderen Tabellenhälfte.

Nicht zu bremsen war der Mülheimer Doppeltorschütze Christoph Rönz (links), dem sich hier die Mendiger Lars Bohm und Björn Gilles (rechts) entgegenstellen. Vorn Majdi Mahmud. Foto: Wolfgang Heil

Nicht zu bremsen war der Mülheimer Doppeltorschütze Christoph Rönz (links), dem sich hier die Mendiger Lars Bohm und Björn Gilles (rechts) entgegenstellen. Vorn Majdi Mahmud.
Foto: Wolfgang Heil

„Ich bin stolz auf das, was die Mannschaft samt Trainerteam bisher geleistet hat“, freute sich der Mülheimer SG-Vorsitzende Bernd Müller nicht nur über den Derbysieg, sondern auch über die Entwicklung der Mannschaft. „Die Integration unserer Eigengewächse ist gelungen, und wir können hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.“

Die Partie begann recht schwungvoll, ein sonst übliches Abtasten gab es nicht. Die erste Chance hatten die Gäste in der fünften Minute durch Joachim Akwapay, der in aussichtsreicher Position jedoch das Tor der Gastgeber verfehlte.

Wie man es besser macht zeigt in der 17. Minute Daniel Aretz, der sich nach Pass von Christoph Rönz im Strafraum der Mendiger behauptete und zur 1:0-Führung traf. Nur sechs Minuten später war es Christoph Rönz selbst, der die Vorarbeit von Majdi Mahmud nutzte und auf 2:0 erhöhte.

„Bei beiden Toren haben wir schläfrig verteidigt und waren insgesamt zu passiv. So kannst du in der Rheinlandliga nicht agieren“, bemängelte Mendigs Trainer Cornel Hirt das Abwehrverhalten seiner Mannschaft. Nur zwei Minuten nach der komfortablen Führung hatte Mülheims Abwehrspieler Daniel Dohmen die Chance, auf 3:0 zu erhöhen, sein Kopfball traf allerdings nur den Pfosten.

Der aufgerückte Mendiger Abwehrspieler Kodai Stalph sorgte in der 35. Minute für den Anschlusstreffer der Gäste, aber die Mülheimer beeindruckte das wenig. Eine Minute vor der Pause setzte sich Christoph Rönz im Laufduell gegen Björn Gilles auf der linken Seite durch und schaffte mit seinem zweiten Tor die 3:1-Pausenführung.

Nach der Pause verflachte die Begegnung, und die Besucher sahen eine zerfahrene zweite Halbzeit. Als dann auch noch der Mendiger Angreifer Lars Bohm in der 63. Minute mit der Gelb-Roten Karte den Platz verlassen musste, war die Partie zugunsten der Heimmannschaft entschieden.

In der 87. Minute sah auch Mülheims Abwehrspieler Christian Scheu die Ampelkarte und musste vorzeitig das Spielfeld verlassen. Eine Minute später traf Mülheims Mittelfeldantreiber Jan Henrich noch den Pfosten, aber es blieb beim verdienten 3:1-Sieg der Mülheim-Kärlicher.

„Das war ein Abschluss, wie wir ihn uns wünschten“, freute sich Mülheims Trainer Maur. „Die erste Halbzeit war sehr gut, nach der Pause haben wir nicht mehr so gespielt, wie wir uns das vorstellen, aber insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Jetzt können wir zuversichtlich in die Spiele nach der Winterpause gehen.“

Weniger zufrieden war Mendigs Cornel Hirt. „Vor allem vor der Pause war es ein pomadiger Auftritt meiner Mannschaft“, kritisierte er. red

1. Mannschaft mit wichtigem Auswärtssieg

Rheinlandliga 20. Spieltag

EGC Wirges – SG 2000 Mülheim-Kärlich 0:3 (0:1)

0:1 Christoph Rönz (34.)

0:2 Patrick Birkner (54.)

0:3 Michael Rönz (74.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

34. M. Rönz für Kuhn

81. P. Aretz für Mahmud

 

Spielbericht RZ

Wirges entscheidet sich zu oft falsch – EGC unterliegt effektiver SG Mülheim-Kärlich letztlich deutlich mit 0:3

War der 3:0-Sieg beim Spitzenteam in Ahrweiler nur ein Strohfeuer? Die Frage ist sicherlich berechtigt nach dem postwendenden 0:3 (0:1) der Spvgg EGC Wirges am Samstag vor nur 80 Fans gegen die SG Mülheim-Kärlich. Aber richtiger wäre es sicherlich, den Erfolg in Ahrweiler als Sternstunde zu bezeichnen, während mit der Niederlage gegen ein starkes Mülheimer Team die Westerwälder von der Realität des Abstiegskampfes in der Fußball-Rheinlandliga eingeholt wurden.

Steffen Klöckner (am Ball, hier verfolgt von Jan Henrich) verpasste die Chance, die Spvgg EGC Wirges in Führung zu bringen. Die SG Mülheim-Kärlich agierte clever und effektiv und setzte sich beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger letztlich klar mit 3:0 durch.  Foto: Andreas Hergenhahn

Steffen Klöckner (am Ball, hier verfolgt von Jan Henrich) verpasste die Chance, die Spvgg EGC Wirges in Führung zu bringen. Die SG Mülheim-Kärlich agierte clever und effektiv und setzte sich beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger letztlich klar mit 3:0 durch.
Foto: Andreas Hergenhahn

Und nachdem sich auch das letzte Heimspiel dieses Kalenderjahres ohne Dreier auf dem Wirgeser Konto niederschlug, müssen sich der neue Trainer Serkan Öztürk und seine Mannschaft jetzt auf das Kellerduell zum Jahresabschluss am kommenden Sonntag in Oberwinter konzentrieren, um den Kontakt zum unteren Mittelfeld nicht schon gänzlich aus den Augen zu verlieren.

In dieser Hinsicht zeigte sich Öztürk nach dem Spiel gegen Mülheim-Kärlich optimistisch. Er wollte sich natürlich nicht mit dem Ergebnis zufrieden geben, aber mit der Einstellung seiner Mannschaft konnte er durchaus leben: „Wir haben auch heute gut gespielt und hatten durchaus unsere Chancen. Leider haben wir in entscheidenden Momenten die falschen Endscheidungen getroffen. So haben wir in der Anfangsphase die Führung durch Steffen Klöckner versäumt und eröffnen dann dem Gegner durch individuelle Fehler Chancen.“

Eine davon ließ sich Christoph Rönz (33.) nicht entgehen, er traf zum 0:1. Als nach dem 0:2 durch Majdi Mahmud (53.) EGC-Angreifer Jannik Sturm noch den Anschlusstreffer verpasste und Michael Rönz fast im Gegenzug das 0:3 folgen ließ (73.), war die Entscheidung gefallen.

Dennoch steckten die Wirgeser nie auf, sondern versuchten weiter den Anschlusstreffer zu erzielen. Auffallend dabei war jedoch, dass sich die Westerwälder durchaus geschickt und schnell in aussichtsreiche Positionen spielten, dann aber die Entscheidung zum Abschluss bei schlechter postierten Nebenleuten suchten und somit der Mülheimer Abwehr die Arbeit erleichterten.

Mit dieser Defensive und dem schnellen Umschaltspiel in die Offensive war dann auch der Mülheim-Kärlicher Trainer Michael Maur sehr zufrieden und erteilte der Frage nach dem in Ahrweiler wach gerüttelten Potenzial der Westerwälder eine klare Absage: „Das spielte für uns keine Rolle. Wir wollten das Spiel annehmen, und wir haben den Gegner über weite Strecken kontrolliert. Unser Sieg war insgesamt verdient und mit Blick auf die Tabelle auch zwingend notwendig. Wir wussten, was uns hier erwartet, und haben die richtige Antwort gefunden. Alle Spiele in der Rheinlandliga sind eng. Ob der jeweilige Gegner Wirges, Eisbachtal, Oberwinter oder Ahrweiler heißt – alle Aufgaben erfordern höchste Konzentration. Die haben wir heute eindrucksvoll gezeigt.“

Das bestätigte auch sein Wirgeser Kollege Serkan Öztürk nach dem Abpfiff: „Wir haben heute, wie schon gesagt, unglückliche Entscheidungen getroffen. Und dann verliert man gegen so eine starke und ausgeglichene Mülheimer Mannschaft, die dazu noch sehr effektiv agierte. Dazu fehlte uns auch noch das nötige Glück bei einigen strittigen Abseitsentscheidungen.“

1. Mannschaft mit Remis gegen Ellscheid

Rheinlandliga 19. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Ellscheid 2:2 (1:1)

0:1 Kai Gayer (15.)

1:1 Daniel Aretz (43.)

2:1 Christoph Rönz (67.)

2:2 Markus Boos (74.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

64. Mahmud für Ouro-Djeri

77. Dohmen für Schmidt

85. M. Rönz für C. Rönz

 

Spielbericht RZ

Wall rettet Mülheim-Kärlich einen Punkt

Die SG Mülheim-Kärlich ist in der Fußball-Rheinlandliga zu Hause gegen die SG Ellscheid nicht über ein 2:2 (1:1) hinausgekommen und steht nun nur noch drei Punkte über den Abstiegsrängen.

Der Mülheimer Kapitän Patrick Birkner (hinten) attackiert seinen Ellscheider Gegenspieler – doch trotz aller Bemühungen kam die SG 2000 im Heimspiel gegen den Tabellenfünfzehnten nicht über ein 2:2 hinaus und verpasste es, sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Foto: Wolfgang Heil

Der Mülheimer Kapitän Patrick Birkner (hinten) attackiert seinen Ellscheider Gegenspieler – doch trotz aller Bemühungen kam die SG 2000 im Heimspiel gegen den Tabellenfünfzehnten nicht über ein 2:2 hinaus und verpasste es, sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren.
Foto: Wolfgang Heil

Wie schon im Hinspiel gab es eine Punkteteilung, damals blieb die Partie jedoch torlos, diesmal waren es gleich vier Tore und das Spiel hatte einen hohen Unterhaltungswert. Wie gewohnt legten die Gastgeber auf eigenem Platz gleich den Vorwärtsgang ein und erspielten sich Vorteile. Das erste Tor jedoch erzielte die Mannschaft von Trainer Niklas Wagner in der 16. Spielminute. Ein leichtfertiger Ballverlust der Mülheimer im Mittelfeld nutzten die Gäste dank schnellem Umschaltspiel zur 1:0-Führung. Den Treffer erzielte Kai Gayer.

In der Folge verstärkten die Gastgeber ihre Bemühungen, noch vor der Pause auszugleichen. Mülheim-Kärlich hatte nicht nur die größeren Spielanteile, sondern auch die klareren Chancen. Vor allem Christoph Rönz scheiterte mehrmals in aussichtsreicher Position. Aber es dauerte bis zwei Minuten vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Mario Schmidt, ehe Daniel Aretz einen Distanzschuss zum 1:1-Ausgleich nutzte.

Nach der Pause begannen die Hausherren da, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Sofort berannten sie das Gehäuse von Ellscheids Torhüter Daniel Neisius. Gleich in der 46. Minute verfehlte erneut Rönz das Tor der Gäste nur knapp. Die beste Möglichkeit hatte Jan Henrich, der nach feinem Pass von Fadou Ouro-Djeri frei vor Ellscheids Torhüter auftauchte, aber die Kugel nicht im Tor der Gäste unterbringen konnte. Aber in der 67. Minute war es dann doch so weit: Christoph Rönz nutzte diesmal seine Chance und erzielte die verdiente 2:1-Führung für Mülheim.

Die Ellscheider gaben sich aber keineswegs geschlagen. In der 74. Minute brachte die Mülheimer Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Markus Boos traf zum 2:2-Ausgleich. Zwei Minuten später gab es einen Handelfmeter für die Gäste – Mülheims Torwart Michael Wall hielt den Strafstoß von Markus Boos. Der Schiedsrichter ließ die Ausführung jedoch wiederholen und zeigte einem Mülheimer Ersatzspieler, der sich in Tornähe warm machte, die Gelbe Karte. Erneut nahm Boos Anlauf und scheiterte abermals an Wall im Tor der Einheimischen. Damit rettete der Mülheimer Torhüter seiner Mannschaft wenigstens einen Zähler. In der Schlussphase tat sich nicht mehr viel und es blieb beim 2:2-Unentschieden. „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so im Spiel, wie wir uns das vorstellten. Im zweiten Abschnitt wurde es erheblich besser, es war eine hochintensive Partie, in der wir leider unsere Chancen nicht nutzten. Am Ende mussten wir noch froh sein, das Michael Wall im Tor den einen Punkt rettet“, erklärte der Mülheimer Trainer Michel Maur. wzi

1. Mannschaft rutscht weiter ab

Rheinlandliga 18. Spieltag

SV Mehring – SG 2000 Mülheim-Kärlich 3:0 (1:0)

1:0 Nico Neumann (33.)

2:0 Nico Neumann (72.)

3:0 Moritz Jost (82.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

82. M. Rönz für Ouro-Djeri

 

Spielbericht RZ

Mülheim-Kärlich nutzt in Mehring seine Chancen nicht

Die weite Anfahrt an die Mosel zum SV Mehring hat sich für die Fußballer der SG Mülheim-Kärlich nicht gelohnt. Die Mannschaft von Trainer Michel Maur unterlag im Rheinlandligaduell mit 0:3 (0:1).

Vor allem, weil die Gastgeber die effektivere Mannschaft waren, war der Mehringer Sieg verdient. Wie schon im Hinspiel, als die Mülheimer zu Hause 0:1 verloren, gelang der SG 2000 kein Treffer, obwohl gute Möglichkeiten vorhanden waren. Sogar einen Foulelfmeter konnten die Gäste nicht nutzen. „Das Spiel hätte durchaus einen anderen Verlauf nehmen können“, sagte Mehrings Trainer Frank Meeth.

Durch frühes Stören zwangen die Gäste die Hausherren zu Fehlern und spielten munter mit. Als Mülheims Angreifer Christoph Rönz in der elften Minute im Strafraum von Mehring gefoult wurde, entschied der Schiedsrichter folgerichtig auf Strafstoß für die Gäste. Mittelfeldantreiber Jan Henrich hatte die frühe Führung der Gäste auf dem Fuß, sein Elfmeterschuss landete jedoch am Pfosten.

Die Mehringer taten sich in der Folge weiter schwer mit dem frühen Pressing der Gäste, Chancen gab es gut wie keine. Eine Standardsituation bescherte dann Mehring doch die 1:0-Führung: Nach einer Ecke stimmte die Zuordnung bei den Gästen überhaupt nicht, und Nico Neumann kam ungehindert an den Ball und hatte keine Mühe, in der 31. Minute die 1:0-Führung der Moselaner zu erzielen. Dies war auch gleichzeitig die Pausenführung.

Nach der Pause beorderte Mülheims Trainer Maur Jan Henrich in die Angriffsmitte, um dem Spiel seiner Mannschaft mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Eine Maßnahme, die sich vordergründig zu lohnen schien. Die Gäste hatten Vorteile, und Henrich die Möglichkeiten, das Spiel zu drehen. Vor allem in der 59. und 61. Minute waren die Gäste durch Henrich dem Ausgleich nahe, aber es war nicht der Tag des Jan Henrich, er traf einfach nicht. Das nächste Tor erzielte wieder Nico Neumann (75.) nach einem schnell gespielten Konter. Zwei Minuten später kombinierten sich die Mülheimer durch die ganze Mehringer Abwehr, und Daniel Aretz konnte sich die Ecke aussuchen. Doch sein Schuss ging am Kasten der Gastgeber vorbei.

Spätestens dann war klar: Für die Gäste ist nichts zu holen. Den Schlusspunkt setzte Moritz Jost in der 82. Minute mit seinem Tor zum 3:0-Endstand. Somit war die Parallele zum Hinspiel gegeben.

Mülheim-Kärlich hielt über weite Strecken gut mit, hatte auch seine Möglichkeiten, aber wie schon im Hinspiel traf nur Mehring. „Wir haben, bis auf die vergebenen Chancen, kein schlechtes Spiel abgeliefert. Letztlich scheiterten wir an der mangelnden Chancenverwertung“, meinte Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur. „Es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften, das frühe Pressing der Gäste behagte meiner Mannschaft überhaupt nicht. Aber vor dem Gehäuse der Gäste waren wir effektiver, und deshalb war unser Sieg letztlich verdient“, befand Mehrings Trainer Meeth. wzi

Erste Mannschaft beweist Moral und dreht zweimaligen Rückstand

Rheinlandliga 16. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Malberg 3:2 (1:2)

0:1 Albert Kudrenko (9.)

1:1 Sebastian Mintgen (38.)

1:2 Nico Bähner (42.)

2:2 Bastian Bleeser (65. Eigentor)

3:2 Christoph Fritsch (83.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

72. Mahmud für P. Aretz

89. Weser für Mintgen

 

Spielbericht RZ

Mülheim-Kärlich wird am Ende belohnt

Fußball-Rheinlandligist SG 2000 Mülheim-Kärlich hat sich in einer temporeichen und meist attraktiven Partie mit 3:2 (1:2) gegen die SG Malberg/Rosenheim durchgesetzt. Zunächst verkündete Mülheims Stadionsprecher Konny Urmetzer, dass in der Anfangsformation der Mannschaft von Trainer Michel Maur nicht weniger als neun Spieler standen, die schon in der Jugend in Mülheim-Kärlich gespielt haben. „Wenn Jugendarbeit Sinn machen soll, muss man auch den Mut haben, auf die Eigengewächse zu setzen. Das machen wir mit der nötigen Konsequenz – und dazu ist unser Weg alternativlos“, sagt der Mülheim-Kärlicher Vorsitzende Bernd Müller.

 Mut wird belohnt: Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur setzte im Heimspiel gegen Malberg/Rosenheim auf seine Nachwuchskräfte. Die dankten für das Vertrauen, am Ende stand ein 3:2-Heimsieg zu Buche. Foto: Heil

Mut wird belohnt: Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur setzte im Heimspiel gegen Malberg/Rosenheim auf seine Nachwuchskräfte. Die dankten für das Vertrauen, am Ende stand ein 3:2-Heimsieg zu Buche.
Foto: Heil

Die Nachwuchskräfte enttäuschten ihn nicht und begannen so, wie sich Trainer Maur das vorgestellt hatte. Die Anfangsminuten standen ganz im Zeichen der Platzherren, die nach fünf Minuten schon zwei Eckbälle auf ihrem Konto hatten, die Partie ging deutlich in Richtung des Tores der SG Malberg. Ein Freistoß in der 6. Minute brachte dann allerdings die Gäste in Führung. Aus 35 Metern traf Albert Kudrenko die Unterkante der Latte, und von dort flog der Ball ins Gehäuse der Platzherren zur 1:0-Führung der Westerwälder.

Die erste gute Chance der Mülheimer hatte der agile Christoph Rönz in der 16. Minute, er scheiterte aber am sehr guten Malberger Torhüter Matthias Zeiler. 20 Minuten später hatte Kudrenko das 2:0 für die Gäste auf dem Fuß, verzog jedoch frei vor Mülheims Torwart Michael Wall. Nur zwei Minuten später fiel dann der Ausgleich für die Gastgeber. Einen Abpraller nahm der stark spielende Sebastian Mintgen direkt und erzielte das 1:1. Die Freude im Lager der Mülheimer hielt allerdings nur kurz, in der 42. Minute schalteten die Gäste blitzschnell um, und Nico Bähner brachte Malberg erneut in Führung. Mit der Malberger 2:1-Führung ging es auch in die Kabinen.

Nach der Pause erhöhte Mülheim-Kärlich den Druck, und die Gäste hatten ihre liebe Mühe, sich den permanenten Angriffen der Hausherren zu erwehren. Dabei zeichnete sich besonders Torhüter Matthias Zeiler aus, der seine Mannschaft in der 51. Minute vor dem Ausgleich bewahrte, indem er zweimal glänzend reagierte. In der 60. Minute traf Jan Henrich die Latte, und Daniel Dohmen schoss den Abpraller über das verwaiste Tor der Gäste. Malbergs Trainer Volker Heun sah die Probleme seiner Mannschaft und wechselte innerhalb von vier Minuten zweimal, aber ohne den gewünschten Erfolg. In der 65. Minute setzte sich Christoph Rönz auf der linken Seite durch, seine Hereingabe schoss der Malberger Bastian Bleeser zum 2:2 ins eigene Tor. Mit einem Unentschieden waren die Hausherren indes nicht zufrieden, sie berannten weiter das Tor der Gäste. In der 82. Spielminute wurden die Mülheimer Bemühungen belohnt. Nach einem Freistoß von Mintgen versammelten sich fast alle Akteure im Strafraum der Malberger. Die Gäste glaubten, eine Abseitssituation erkannt zu haben, der Assistent hob auch die Fahne, aber Schiedsrichter Christian Fritzen überstimmte ihn und ließ die Partie laufen. Dies nutzte der aufgerückte Mülheimer Abwehrspieler Christoph Fritsch zum 3:2-Siegtreffer. Malberg hatte in der Schlussphase keine Möglichkeit mehr, um wenigstens noch ein Remis zu erreichen. „Meine Mannschaft hat heute die von mir schon seit Wochen geforderte Leidenschaft und das Engagement gezeigt, das nötig ist, um ein solches Spiel zu gewinnen. Dann stellt sich auch das spielerische Vermögen ein“, zollte Maur seinem Team ein dickes Lob.

Als fairer Verlierer zeigte sich Malbergs Trainer Heun: „Mir hat nicht gefallen, wie das Siegtor zustande kam. Aber ich muss anerkennen, dass die Mülheimer verdient gewonnen haben. Sie hatten ein Chancenplus von 9:4.“ Nicht nur das, die Gastgeber erspielten sich auch ein klares Eckenverhältnis von 9:1, das zeigte schon, in welche Richtung die Partie lief. Maur: „Wenn wir es schaffen, so auf dem Linzer Kaiserberg am nächsten Wochenende aufzutreten, haben wir sicher die Möglichkeit, von dort etwas Zählbares mitzunehmen.“ red