3 Auswärtstore reichen nicht – 1. Mannschaft unterliegt Andernach

Rheinlandliga 24. Spieltag

SG 99 Andernach – SG 2000 Mülheim-Kärlich 4:3 (2:3)

1:0 Kadir Mete Begen (26. Handelfmeter)

1:1 Daniel Aretz (33.)

1:2 Daniel Aretz (34.)

2:2 Kim Kossmann (40.)

2:3 Daniel Aretz (45. + 1)

3:3 Jan Hawel (61.)

4:3 Jan Hawel (82.)

Aufstellung SG

Auswechselungen

46. Kling für Mahmud

59. Fritsch für M. Rönz

80. Kröber für D. Aretz

Spielbericht RZ

Andernach bezwingt Mülheim-Kärlich

Fußball-Rheinlandligist SG 99 Andernach hat mit dem 4:3 (2:3)-Heimsieg gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich Wiedergutmachung für die 2:5-Hinspielniederlage betrieben.

Hoch her ging es beim Derby zwischen der SG 99 Andernach (in Blau) und der SG 2000 Mülheim-Kärlich – hier im Kopfballduell der Andernacher Torschütze Jan Hawel gegen Mülheims Niclas Kuhn.  Foto: Andreas Walz

Hoch her ging es beim Derby zwischen der SG 99 Andernach (in Blau) und der SG 2000 Mülheim-Kärlich – hier im Kopfballduell der Andernacher Torschütze Jan Hawel gegen Mülheims Niclas Kuhn.
Foto: Andreas Walz

Das turbulente Derby hätte mehr als die spärliche Kulisse von 80 Zuschauern verdient gehabt. Es war eine Partie mit hohem Unterhaltungswert, und wie schon im Hinspiel fielen wieder sieben Tore. Hatten die Gäste zur Pause noch die Nase mit 3:2 vorn, setzten sich am Ende die Gastgeber verdient mit 4:3 durch.

Auf dem Andernacher Kunstrasen zeigten beide Mannschaften, dass sie gewillt waren, die Partie offensiv anzugehen. Schon in der ersten Minute hatten die Gastgeber die Chance zur Führung, aber auch die Gäste hätten eine Minute später das 1:0 erzielen können. Das Führungstor für die Bäckerjungen resultierte aus einem Handelfmeter in der 26. Minute. Diese Chance ließ sich Kadir Mete Begen nicht entgehen, er traf zur 1:0-Führung.

Einen Fehler von Andernachs Kapitän Kim Kossmann, der einen sicheren Ball leichtfertig vertändelte, nutzte Daniel Aretz (34.) zum 1:1-Ausgleich. Nur eine Minute später überwand Aretz den Andernacher Schlussmann Niklas Nett mit einem langen Ball ins hintere Dreieck zur Gästeführung. In der 41. Minute zeigte Kim Kossmann, dass seine Qualitäten eindeutig in der Offensive liegen. Nach einer Ecke kam der Ball zu Kim Kossmann, und der überwand den ausgezeichneten Gästetorhüter Michael Wall mit einem präzisen Treffer ins untere Eck zum 2:2. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff kombinierten sich die Mülheimer durch die Andernacher Abwehr, und wieder war es Daniel Aretz, der mit seinem dritten Tor die nicht unverdiente 3:2-Pausenführung erzielte.

Mit seinen drei Toren wurde Aretz zur prägenden Figur der ersten Hälfte, aber Matchwinner war Jan Hawel, der nach der Pause zwei Tore erzielte und Andernach den Sieg bescherte. Während die Mülheimer im zweiten Durchgang nachließen, konnten sich die Hausherren noch steigern, und der Sieg ging am Ende auch in Ordnung. Dabei zeigte Hawel, dass er nicht nur ein kopfballstarker und durchschlagskräftiger Angreifer ist, sondern auch über eine filigrane Technik verfügt. Der Andernacher erzielte erst per Kopf nach guter Vorarbeit von Daniel Kossmann in der 61. Minute den 3:3-Ausgleich. Acht Minuten vor dem Spielende traf er erneut zum 4:3-Endstand, als Hawel gekonnt die Mülheimer Abwehr düpierte und den Siegtreffer erzielte.

„Die Andernacher haben am Ende mehr investiert und deshalb auch verdient gewonnen. Nach guter erster Halbzeit war das nach der Pause zu wenig“, befand Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur. „Ich war nicht böse, dass Daniel Aretz in der Schlussphase ausgewechselt werden musste. Er ist ein Unterschiedsspieler und machte uns vor der Pause das Leben schwer. Aber am Ende war unser Sieg verdient“, meinte Andernachs Trainer Franz Kowalski, dessen Team durch den Sieg mit den Gästen nach Punkten gleichzog und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib machte. wzi