1. Mannschaft nur mit Unentschieden

Rheinlandliga 23. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SV Windhagen 0:0

Aufstellung SG



Auswechselungen

38. Kling für Mintgen

Spielbericht RZ

Mülheim ist in der Offensive zu harmlos


Einem 0:0 positive Aspekte abzugewinnen, kann mitunter schwierig sein. Nach dem Remis in der Fußball-Rheinlandliga zwischen der SG 2000 Mülheim-Kärlich und dem SV Windhagen tat sich Gästetrainer Jürgen Hülder dabei leichter als sein Gegenüber Michel Maur.

Hülder attestierte seiner Mannschaft ein über 90 Minuten intensiv geführtes Spiel. „In der Vorwoche gegen Ahrweiler waren wir noch neben der Spur. Die personellen Umstellungen fallen nicht ins Gewicht, wenn die Einstellung stimmt“, sagte Hülder. Als Schwungrad im offensiven Mittelfeld sorgte Pawel Klos immer wieder für Gefahr. „Er ist noch nicht ganz bei 100 Prozent, das Momentum hat noch gefehlt, aber er wird sich und uns noch belohnen“, ist sich Hülder sicher. Die wenigen Torchancen, die die Gäste sich erarbeiteten, blieben jedoch ungenutzt. So wurde Christopher Alt nach Pass von Klos zu weit abgedrängt (24.), ein Weitschuss von Adrian Glos wurde leichte Beute für SG-Keeper Michael Wall (26.).

Im zweiten Durchgang schoss Pehlivan knapp über das Tor (81.), kurz darauf rettete Jonas Lauer, als Adrian Glos nach Zuspiel Rahns zum Abschluss kam (88.). Scheiterten die Windhagener bei ihren Tormöglichkeiten zumeist an der gegnerischen Abwehr, so fehlte es den Gastgebern oft an der letzten Präzision. Etwa, als Majdi Mahmud für Fadou Ouro-Djeri quergelegt hatte, der aber einen Schritt zu spät kam (87.). Oder als zuvor Ouro-Djeri den eingewechselten Waldemar Kling – Sebastian Mintgen war wegen einer Wadenzerrung ausgeschieden – angespielt hatte, der aber im Abseits gestanden haben soll (64.). So blieb der Lattenkracher von Jonas Lauer die beste Tormöglichkeit der SG 2000. „Wäre der reingegangen, hätte man mich mit dem Lasso einfangen müssen“, ärgerte sich Lauer über die wenigen Zentimeter, die zum Glück gefehlt hatten. „Wir hatten uns mehr vorgenommen und hatten auch das Potenzial, das Spiel zu gewinnen, haben es aber nach gutem Auftakt aus der Hand gegeben“, so der kopfballstarke Innenverteidiger weiter.

Auch Maur hatte umstellen müssen: Den gelbgesperrten Daniel Aretz ersetzte Moritz Wolf, der im offensiven Mittelfeld auflief. In Salmrohr eine Woche zuvor hatte er sein Rheinlandligadebüt gefeiert. Maur: „Moritz hat eine Top-Vorbereitung gespielt und das heute durch seine Leistung bestätigt.“ Zugelassen hatte Mülheim-Kärlich nur wenig, die Defensive um Lauer und Daniel Dohmen im Zentrum stand sicher – im Derby bei der SG 99 Andernach (Sa., 16. März, 17.30 Uhr) sollte dann aber auch die Offensive besser funktionieren, wenn ein Dreier herausspringen soll.

Von unserem Mitarbeiter

Matthias Schlenger