1. Mannschaft setzt Siegesserie fort

Rheinlandliga 30. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG 06 Betzdorf 1:0 (0:0)

1:0 Jeremy Heyer (84. Handelfmeter)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

46. Lazarevic für P. Aretz

59. Weinand für Kuhn

 

Link zum Spielbericht

https://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-maenner-fussballverband-rheinland/regionalsport-fussball-maenner-rheinlandliga_artikel,-und-auf-einmal-ist-die-hand-im-spiel-_arid,1806582.html

Und auf einmal ist die Hand im Spiel

Die blauen Trikots dürfte Fußball-Rheinlandligist SG 2000 Mülheim-Kärlich so bald nicht mehr hervorholen: Im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohte SG Betzdorf kam Mülheim erst dank eines von Jeremy Heyer verwandelten Handelfmeters zu einem mühsamen 1:0 (0:0)-Erfolg.

Der SG war allerdings nichts anderes übrig geblieben, als in blau zu spielen: Gegner Betzdorf, deren Trikotfarbe ebenfalls grün ist, war offensichtlich ohne vorherige Absprache ohne Ausweichtrikot angereist, sodass die Heimakteure sich kurzerhand umzogen. „Blau steht uns auch gut“, hatte SG-Trainer Patrick Wagner-Galda vor dem Spiel keine Bedenken. „Sie ist als Farbe eine Energie“, schrieb einst Johann Wolfgang von Goethe in seiner Abhandlung „Zur Farbenlehre“, um in besagtem Kapitel etwas später seinen Gedanken fortzuführen: „… und gleichsam ein reizendes Nichts.“

Energiegeladen war das Spiel der Mülheim-Kärlicher nur bedingt, jedoch mehr als ein „Nichts“. Allerdings tat sich die SG 2000 aus dem Spiel heraus über 90 Minuten lang mehr als schwer, zwingende Torchancen herauszuspielen; solche resultierten im ersten Durchgang oftmals aus Standards, zumeist von Paul Lauer getreten. Ein Pfostenschuss von Jeremy Heyer (25.) war einer der wenigen Höhepunkte, während die Gäste, die nur mit zwölf Akteuren angereist waren, tapfer dagegenhielten, ohne sich aber in Szene setzen zu können. Obendrein schied Trainer Marco Weller, der aufgrund der Personalnot selbst einmal mehr auflaufen musste, zur Pause mit einer Zerrung im linken Oberschenkel aus. Mit der Einwechslung von Nenad Lazarevic zur Pause lief es etwas besser bei den Gastgebern, die jedoch eine Schrecksekunde zu überstehen hatten, als Butrint Jashari nach einer Flanke Christoph Lichtenfelds frei zum Schuss kam, aber nur die Latte traf (55.). Schließlich ging ein Handspiel Ziyad Abdellaouis dem Elfmeter voraus, den Heyer zum Siegtreffer verwandelte (85.).

Zu viele Abspielfehler, wenig Durchschlagskraft, mangelnde Laufbereitschaft – Ansatzpunkte, um es beim nächsten Mal besser zu machen, hat Wagner-Galda reichlich. So hat die SG 2000 nun immerhin die Möglichkeit, einen neuen Vereinsrekord aufzustellen. Bei fünf Siegen in Folge steht man aktuell auf dem dritten Platz, das gelang zuvor bereits zwei weitere Male. Sechs Erfolge am Stück wäre neuer Bestwert und würden, solange das Spitzenduo immer wieder Federn lässt, die SG 2000 sogar im Titelkampf belassen.

Derweil plant Mülheim jedoch für eine weitere Rheinlandligasaison; und gibt dabei auch dem Nachwuchs eine Chance: Mit Christoph Rönz, Christoph Fritsch und Jan Philipp Schlauß sind es drei Spieler des Jahrgangs 1999, die in der kommenden Spielzeit in den Kader der ersten Mannschaft aufrücken. Hinzu kommt U23-Spieler Fadou Ouro-Djeri „Gerade diese vier sind beständige Leistungsträger der jungen Bezirksligatruppe, deshalb haben sie sich den nächsten Schritt verdient“, sagt Michael Maur, der nach dieser Saison die Mülheimer Rheinlandligamannschaft trainiert.

Von unserem Mitarbeiter

Matthias Schlenger