1. Mannschaft setzt den Lucky Punch

Rheinlandliga 14. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Neitersen 2:1 (0:0)

1:0 Tobias Berger (50. Eigentor)

1:1 Johannes Kühne (69. Foulelfmeter)

2:1 Christoph Rönz (88.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

54. D. Aretz für Mahmud

71. Fritsch für Lauer

82. Dohmen für Schmidt

 

Spielbericht RZ:

Maurs Taktik geht für Mülheim auf

Die vor der Saison vorgenommene Blutauffrischung bei Fußball-Rheinlandligist SG 2000 Mülheim-Kärlich trägt Früchte: Mit dem 2:1 (0:0)-Heimsieg über die SG Neitersen/Altenkirchen erreichte die SG das Tabellenmittelfeld. „Es fehlt aber noch die Beständigkeit“, mahnte Trainer Michel Maur.

 SG-Trainer Michel Maur

SG-Trainer Michel Maur
Foto: Wolfgang Heil

Umso wichtiger, dass er Figuren in seiner Mannschaft hat, an denen sich die Jungspunde aufrichten können. Sebastian Mintgen ist eine solche. Erst während der Saison von A-Ligist SG Niederburg hinzugestoßen, ist er „immens wichtig für uns“, betonte Maur. Gegen Neitersen überzeugte der Routinier in neuer Rolle. Agierte er bislang auf den offensiven Außenbahnen oder im Sturmzentrum, so zog er nun im zentralen Mittelfeld die Fäden. „Das war die Taktik, die sich der Trainer fürs heutige Spiel ausgedacht hat“, erklärte Mintgen – und die ging auf. „Er hat die Jungs prima in Szene gesetzt“, lobte Maur die Steilpässe und Flanken Mintgens. So auch Treffer Nummer 1, als er Fadou Ouri-Djeri ins Spiel brachte, dessen Pass in die Mitte von Tobias Berger zum 1:0 in die Maschen bugsiert wurde (50.). Da wollte Oudo-Djeris Pendant auf der linken Seite nicht nachstehen: Christoph Rönz sorgte mit seinem Sololauf und dem 2:1 (88.) für die Entscheidung. „Es macht Spaß mit den Jungs, sie sind heiß und gehen höchstes Tempo“, gab Mintgen das Lob prompt weiter an seine Mitspieler.

Dabei hatte der erste Durchgang noch wenig Erbauliches geboten, hier ließen beide Teams wenig zu, und wenn es gefährlich wurde, ging die Gefahr eher von Neitersen aus in Person von Marco Scholz (13., Weitschuss) und André Fischer (27., Kopfball). Mehrere Angriffe der Platzherren wurden durch die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten unterbunden. Nicht all diese Entscheidungen waren nachvollziehbar, einige Gelbe Karten wegen Reklamierens die Folge.

„Die zweite Halbzeit begann dann ganz unglücklich für uns“, haderte Neitersens gelb-rot-gesperrter Spielertrainer Lukas Haubrich mit dem 0:1. Doch nach dem Eigentor legten seine Akteure einen Zahn zu – und das trotz des nur zwei Tage zurückliegenden Verbandspokal-Achtelfinalspiels in Weitefeld, das man 3:1 gewonnen hatte, und obwohl Haubrich nur 13 Feldspieler zur Verfügung hatte, sodass kaum taktische Möglichkeiten bestanden.

Ein Zweikampf zwischen Jonas Lauer und Tobias Langemann führte schließlich zum Elfmeter, den Johannes Kühne – am Mittwoch noch Mittelstürmer und Doppeltorschütze, zwei Tage später Innenverteidiger – zum 1:1 verwandelte (69.). Das Foulspiel habe sich außerhalb des Sechzehners ereignet, so Maurs Ansicht. Hinzu kam, dass man durchaus früher für klare Verhältnisse hätte sorgen können, etwa durch den eingewechselten Daniel Aretz: Er scheiterte nach Zuspielen von Mintgen (63.) und Jan Henrich (76.) jeweils an Gästekeeper Constantin Redel.

Der Ärger über die ungenutzten Chancen war jedoch nach dem Treffer von Christoph Rönz, der erstmals in der Rheinlandliga mit seinem noch für die A-Jugend spielberechtigten Bruder Michael von Anfang an auf dem Feld stand, verraucht.

Die geringe Regenerationszeit seit dem Pokalspiel wollte Haubrich nicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten lassen. „Der Wille war uns jederzeit anzumerken, wir haben auch zum Schluss noch auf Sieg gespielt.“ Wie weit derweil die SG 2000 in ihrer Entwicklung ist, wird schon am Dienstagabend (20 Uhr) das Nachholspiel beim SV Windhagen zeigen.

Von unserem Mitarbeiter

Matthias Schlenger