1. Mannschaft kassiert späten Ausgleich

Rheinlandliga 4. Spieltag
SG Mendig / Bell – SG 2000 Mülheim-Kärlich 1:1 (0:0)
0:1 Sebastian Mintgen
1:1 Florian Schlich (90. + 3)

Aufstellung SG

Auswechselungen
64. Ouro-Djeri für Mintgen
66. Dohmen für Kling
79. P. Aretz für Mahmud

Link zum Spielbericht

https://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-maenner-fussballverband-rheinland/regionalsport-fussball-maenner-rheinlandliga_artikel,-mendigbell-und-muelheimkaerlich-spielen-11-_arid,1857958.html

Mendig/Bell und Mülheim-Kärlich spielen 1:1

Die SG Eintracht Mendig/Bell und SG 2000 Mülheim-Kärlich warten weiter auf den ersten Saisonsieg in der Fußball- Rheinlandliga. Im Derby trennten sich die beiden Lokalrivalen an der Mendiger Brauerstraße mit einem leistungsgerechten 1:1 (0:0)-Unentschieden. Dass die Hausherren überhaupt den ersten Punktgewinn der Saison feiern konnten, war Kapitän Florian Schlich zu verdanken, der mit seinem Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit den beinahe perfekten Einstand von Mülheims Last-Minute-Neuzugang Sebastian Mintgen verhinderte, der sein neues Team in Führung gebracht hatte.

Fast wäre die SG Eintracht Mendig/Bell (grüne Spielkleidung) erneut gestrauchelt, am Ende reichte es im Rheinlandliga-Derby gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich aber noch zu einem 1:1. Beide Mannschaften warten weiter auf den ersten Saisonsieg Foto: Andreas Walz

Fast wäre die SG Eintracht Mendig/Bell (grüne Spielkleidung) erneut gestrauchelt, am Ende reichte es im Rheinlandliga-Derby gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich aber noch zu einem 1:1. Beide Mannschaften warten weiter auf den ersten Saisonsieg Foto: Andreas Walz

90 ereignisarme Minuten bekamen die rund 220 Zuschauer im ersten Heimspiel der Saison an der Mendiger Brauerstraße zu sehen. Beiden Mannschaften war die Verunsicherung nach dem schlechten Start deutlich anzumerken, sodass sich in den ersten 45 Minuten auch nur jeweils eine Torchance auf beiden Seiten notieren ließ. Nachdem die Gäste in der Anfangsviertelstunde besser in die Partie gefunden hatten und in Person von Daniel Aretz in der achten Minute den ersten Torschuss abfeuerten, war es Mendigs Flügelflitzer Marcel Berg, der in der 16. Minute die wesentlich größere Chance zur Führung verbuchen konnte. Nach einem weiten Ball von Innenverteidiger Schlich scheiterte Berg mit einem Heber am herauseilenden Mülheimer Schlussmann Michael Wall. Aufgrund einer Oberschenkelzerrung war diese Aktion auch gleichzeitig die letzte von Berg, der von Lars Bohm ersetzt wurde.

Dabei lieferte die kurze Behandlungspause von Berg einen mehr als deutlichen Hinweis auf den Zustand des lädierten Mendiger Kunstrasens, denn zahlreiche Akteure beider Mannschaften nutzten die Chance, um die eigenen Schuhsohlen von den wegen der anhaltenden Hitze hartnäckig klebenden Brocken des Granulats zu befreien.

In der verbleibenden halben Stunde des ersten Durchgangs passierte rein gar nichts, sodass die Seiten mit einem torlosen Remis gewechselt wurden. Kurz nach Wiederanpfiff hatte der Ex-Mendiger Mintgen seinen Auftritt. Von seinen ehemaligen Mitstreitern nicht richtig angegriffen, brachte der Mülheimer Neuzugang seine Farben mit seinem schwächeren Fuß in Führung (51.), gefolgt von einem leicht provokanten Torjubel. Wen Mintgen mit dem aufgelegten Zeigefinger zum Schweigen bringen wollte, blieb jedoch Interpretationssache.

In der Folgezeit versuchten die Vulkanstädter, das Spiel an sich zu reißen und kamen auch durch Malte Wedemeyer (56.) und Manuel Oster (71.) zu kleineren Torchancen. Die Gäste ließen sich dagegen immer weiter hinten reindrängen und suchten ihr Glück in teilweise schlecht ausgespielten Kontersituationen, allerdings lag der Ausgleich bis in die Nachspielzeit hinein nicht wirklich in der Luft.

Bezeichnenderweise war es dann aber in der dritten Minute der Nachspielzeit der aufgerückte Schlich, der eine flache Hereingabe von Niklas Heinemann zum Ausgleich über die Linie drückte. Wohlgemerkt war dies bereits der dritte Saisontreffer von Kapitän Schlich, der damit als Innenverteidiger bislang auch als einziger Torschütze der Eintracht in den Büchern steht.

Mendigs Trainer Cornel Hirt war dementsprechend auch froh, dass er einen solchen Spieler in seinen Reihen hat: „Florian bringt noch einmal einen anderen Willen und Entschlossenheit mit und ist daher für uns enorm wichtig. Insgesamt war das spielerisch von uns heute ein Stück weit besser als in den Vorwochen. Die Mannschaft hat gut gearbeitet und sich am Ende immerhin mit einem Punkt belohnt. Es wird aber auch in den kommenden Spielen nicht einfacher werden.“

Mülheims Trainer Michel Maur nahm seine Elf nach dem knapp verpassten ersten Saisonsieg in Schutz: „Wir haben eine brutal junge Mannschaft, und solche Spiele sind für uns ein Lernprozess. Natürlich müssen wir das Spiel über die Runden bringen, insgesamt ist das Unentschieden aber leistungsgerecht.“