1. Mannschaft bringt Führung wieder nicht über die Runden

Rheinlandliga 11. Spieltag

SG 2000 Mülheim-Kärlich – Ahrweiler BC 1:3 (0:0)

1:0 Daniel Dohmen (49.)

1:1 Jan Rieder (70.)

1:2 Almir Porca (84.)

1:3 Almir Porca (90.)

 

Aufstellung SG

Auswechselungen

46. Mintgen für Kling

73. Fritsch für Henrich

80. Schmidt für Ouro-Djeri

 

Spielbericht RZ:

Mülheim-Kärlich kassiert späte Gegentore und verliert gegen den Ahrweiler BC

Aufsteiger Ahrweiler BC ist in der Fußball-Rheinlandliga wieder auf Kurs und bleibt durch einen 3:1 (0:0)-Sieg bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich Spitzenreiter Morbach auf den Fersen. Spät, aber nicht zu spät schlug der ABC zu und verlängerte dadurch die Serie der SG 2000, die nun wettbewerbsübergreifend seit fünf Spielen ohne Sieg ist.

 Hier greift Mülheim-Kärlichs Torhüter Michael Wall zu, Ahrweilers Torjäger Almir Porca (rechts) geht leer aus. Am Ende hatte Porca dann doch zwei Mal getroffen, Mülheim-Kärlich unterlag dem Ahrweiler BC mit 1:3. Foto: Didi Mühlen

Hier greift Mülheim-Kärlichs Torhüter Michael Wall zu, Ahrweilers Torjäger Almir Porca (rechts) geht leer aus. Am Ende hatte Porca dann doch zwei Mal getroffen, Mülheim-Kärlich unterlag dem Ahrweiler BC mit 1:3.
Foto: Didi Mühlen

„Gier und Wille haben uns heute gefehlt“, kritisierte Mülheim-Kärlichs Trainer Michel Maur, der seine Akteure gegenüber den vorangegangenen Spielen gegen Mayen (0:0) und Eisbachtal (2:3) nur bedingt wiedererkannte: „Und dann ist wieder derselbe Film abgelaufen“, nahm die Partie tatsächlich dieselbe Wendung wie fünf Tage zuvor in Nentershausen: Auch dort war man trotz Führung am Ende leer ausgegangen. Umso glücklicher war naturgemäß ABC-Trainer Jonny Susa: „Es war eine schwere Geburt, zugleich aber die Reaktion, die ich sehen wollte“, hatte er die jüngste Heimniederlage gegen Trier-Tarforst noch im Hinterkopf.

Kaum personelle Möglichkeiten

Ein „Riesenkompliment“ zollte Susa seinem Team auch deshalb, weil die Liste der Ausfälle immer länger geworden war. „Ich hatte kaum personelle Möglichkeiten“, verwies er darauf, dass zwei Plätze auf der Bank frei geblieben waren, auf der drei A-Junioren, ein Zweitmannschaftsspieler und mit Ajdin Sukalic ein wiedergenesener Langzeitverletzter saßen. Dass zur Pause Stürmer Lukas Minwegen wegen einer Zerrung im linken Oberschenkel draußen bleiben musste, machte es dem Trainer nicht leichter. Auch Maur musste nach torloser erster Spielhälfte, in der die Hausherren anfangs mehr vom Spiel hatten, umstellen – eine Fersenverletzung bedeutete das Aus für Waldemar Kling. Doch der für ihn in die Partie gekommene Sebastian Mintgen bereitete kurz nach dem Seitenwechsel per Freistoß das 1:0 von Daniel Dohmen vor (49.). Mit Rückständen hatte es der ABC in den vergangenen Wochen schon öfter zu tun. „Einen Negativtrend wollten wir unbedingt vermeiden, mit einem Punkt wäre ich schon zufrieden gewesen“, gab Susa zu Protokoll. Etwas mehr als 20 Minuten gelang den Gästen wenig, während die SG 2000 alle Hände damit voll hatte, die Führung zu verteidigen. „Dann haben wir zwei Einladungen verteilt“, musste Maur mit ansehen, wie Ballverluste nach einem Abstoß und einem Einwurf den Gegentoren vorausgingen. Erst passte Sebastian Sonntag steil auf Jan Rieder, der das Spielgerät lässig über Michael Wall hinüberlöffelte (70.), kurz darauf bediente Rieder Torjäger Almir Porca, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und seine Farben in Führung schoss (84.). „Ich wusste, dass meine Chance noch kommen würde“, atmete der Torjäger erleichtert auf, der in der Schlussminute gar das 1:3 nachlegte.

„Wie schon gegen Eisbachtal hatten wir auch heute Möglichkeiten für ein zweites Tor“, ließ Maur einige ungenutzte Tormöglichkeiten gedanklich Revue passieren – darunter ein Kopfball von Majdi Mahmud, der danebenging (14.), oder ein satter Schuss Mintgens, der um Zentimeter am langen Pfosten vorbeistrich (75.). Die hohe individuelle Qualität des Gegners, in dessen Startelf mehr als die Hälfte schon Oberliga oder noch höher gespielt hat, wollte er nicht als Hauptursache für die Niederlage geltend machen. „Gegen Mayen und Eisbachtal haben wir ganz anders gegen den Ball gearbeitet, heute haben wir uns naiv verhalten.“

Susa sieht ein Quäntchen Glück

Hatte derweil Susa zwischenzeitlich den „lahmen Auftritt“ seiner Spieler lautstark moniert, so war er nach den späten Treffern schnell wieder versöhnlich gestimmt. „Man muss sich zwischendurch auch mal die Meinung sagen. Das Quäntchen Glück war heute auf unserer Seite, insgesamt ist der Sieg nicht unverdient und sehr viel wert für uns.“